„Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.” Mahatma Gandhi

Mit wie viel Freude und Entspannung hast du in den letzten Monaten gearbeitet? Mit welcher Geschwindigkeit bist du bist jetzt durch das Jahr 2017 gegangen? Konntest du langsam und aufmerksam deine Wege gehen, und Hürden mit Leichtigkeit überwinden oder hattest du das Gefühl einen endlosen Marathon laufen?

 

Pausen im Wahnsinns des Alltags

Viele Menschen haben das Gefühl, dass das Lebenstempo sich ständig erhöht, wir alles immer schneller in immer kürzerer Zeit machen müssen. Und vielen geht dabei die Puste aus. Sie verlieren sich in dem Gefühl, dass der Berg, der noch vor ihnen liegt, nicht kleiner wird. Sie können nicht auf das schauen, was sie schon geschafft haben. Weil das nur im Innehalten und im Rückblick möglich ist. Und dafür braucht es eine Pause im Wahnsinn des Alltags. Und nicht noch mehr Tempo.

 

Atempausen und warum sie Erfolge bringen

Am Anfang des Jahres habe ich mir Ziele gesetzt. Und diese Woche hatte ich das Gefühl, der Berg, der vor mir liegt, ist immer noch riesengroß. Bis ich inne hielt, auf die letzten Monate zurückschaute und sehen konnte, wie viele Schritte ich gegangen bin.

Es kam eine sehr lange Liste zusammen. Aber all die Dinge fielen mir erst ein, als ich Pause machte, mir einen schönen Ort aussuchte und mir die Zeit nahm, alles aufzuschreiben, was mir einfiel. Es sprudelte nur so aus mir heraus. Und es stellte sich ein Glücksgefühl ein und ein Gefühl der Wertschätzung für all das, was ich geschafft hatte. Im normalen Alltagstrubel und in all den Herausforderungen sah ich nur die vielen Projekte und Aufgaben, die ich noch erledigen und erreichen wollte.

Dass was ich schon erreicht hatte, war wie ausgeblendet. Ich musste erst meinen inneren Scheinwerfer dorthin richten und meine Erfolge auf meine innere Bühne holen um sie wirklich zu sehen. Eine schöne Erfahrung, die mir Kraft und Gelassenheit schenkte. Und ein weiteres entspanntes Arbeiten.

Es ist ein ständiger Prozess aus dem Getriebensein des Alltags herauszutreten, aus dem pausenlosen Funktionieren  in einen Zustand des Seins, das „Nur-Da-Seins“ und erkennen Dürfens. Dieser Zustand kann sich nur einstellen, wenn wir Pause machen. Atempause.

 

Pausen gehören zu unserem menschlichen Rhythmus

Hast du schon mal wahrgenommen, dass es zwischen Ein-und Ausatmen eine Pause gibt. Nach dem Ausatmen ist es in unserem Körper ganz still. Ein Moment, in dem wir die Welt anhalten können. Nichts tun müssen. Und genau aus diesem Nichts-Tun entsteht der nächste Einatem, der uns mit neuer Energie versorgt, Es ist unser zutiefst menschlicher Rhythmus, Pausen zu machen. Atme doch mal ganz bewusst ein und aus. Und achte auf diesen Moment. Was würde passieren, wenn du ihn auslassen würdest? Sofort nach dem Ausatmen wieder Einatmen würdest? Dein Körper würde nicht zu Ruhe kommen, es wäre so, als ob du in Panik gerätst, weil der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

 

Kennst du die Pomodoro Technik?

In unserem Alltag lassen wir diese Atempausen immer öfter aus. Für mich war es eine heilsame Erkenntnis und Erfahrung, wie wichtig Pausen in meiner Arbeit sind. Letztes Jahr saß ich an einem sonnigen Frühlingstag an meinem Schreibtisch und arbeitete Mails ab, schrieb an einem Blogbeitrag, kommentierte Beiträge in meiner XING Gruppe. Bis ich bemerkte, dass ich seit drei Stunden am Schreibtisch saß. Mein Körper war verspannt, der Rücken tat mir weh und in meinem Kopf war auf einmal Leere. Ich machte eine Pause – aber ich hatte nicht das Gefühl, neue Kraft zu tanken.

Dann las ich einen Artikel von meiner Kollegin Claudia Kauscheder. Sie schrieb über die Pomodoro Technik. Den Artikel kannst du hier lesen.  Und wie wichtig es ist, seine Arbeit in kleine Scheiben einzuteilen und Pausen zu machen. Das wollte ich probieren. Ich stellte mir eine Uhr und machte nach einer halben Stunde Pause. Trank etwas, schaute aus dem Fenster, ging in ein anderes Zimmer. Setzte mich erfrischt und mit innerer Klarheit wieder an meinen Schreibtisch. Und spürte einen ganz neuen Raum der Kreativität in mir.

Ich hatte meine Atempause gemacht. Die Arbeit ging mir leichter von der Hand und ich merkte, dass ich mir selbst ein Zeichen der Wertschätzung schenkte. Meinen inneren Antreiber mal verstummen ließ. Gut für mich sorgte. Und meinen natürlichen Rhythmus achtete und beachtete.

 

Mit Pausen die Perspektive wechseln und Wachstum sehen

Das sind die kleinen Pausen im täglichen Tun. Und dann gibt es noch die Pausen für die Rückblicke, Einblicke und Ausblicke. Die habe ich gestern gemacht. Als ich merkte, dass ich unzufrieden mit mir und meinen erreichten Zielen war Da wusste ich, es ist Zeit, mal anzuhalten. Diese Pause hat mir ermöglicht, die Perspektive zu wechseln. Den Tunnelblick des Alltags zu verlassen und wie ein Vogel über die letzten 6 Monate zu schweben und zu erkennen, welchen Weg ich schon zurückgelegt habe. Welche Pflänzchen ich die letzten Monate zuerst sorgsam zum Wachsen gebracht habe und wie groß sie jetzt sind.

So wie die Sonnenblume in unserem Garten, die wir im Frühjahr als kleinen Kern in die Erde gelegt haben. Und die jetzt groß und prächtig mit ihren gelben Blättern die anderen Pflanzen in unserem Garten überragt. Am Anfang hatte ich Sorge, ob die kleinen wackeligen Pflanzen es überhaupt schaffen würden zu wachsen. Oder ihr zarter Stängel doch abknicken würde. Dieser geheimnisvolle Prozess des Wachstums ist auch in uns immer da. Wenn wir uns Atempausen erlauben, kann sich dieser Wachstumsprozess voll entfalten. Wir müssen nicht an unseren Pflänzchen ziehen, damit sie schneller wachsen oder sie jeden Tag düngen. Es braucht Zeit und Ruhe – Pausen.

Mein Rückblick schenkte mir Ruhe und Zuversicht und Freude. Und es tauchte mein großes Herzens-Ziel auf, auf das sich meine Arbeit immer wieder ausrichtet.

Deshalb halte doch mal inne, schau auf das letzte halbe Jahr zurück:
– Welche Ziele hast du erreicht?
– Was hast du dir vorgenommen und alles geschafft?
– Was ist in dir und deinem Leben an neuen Erkenntnissen und Erfahrungen gewachsen?
– Worauf bist du stolz, was hat dich glücklich gemacht?

Und wenn du magst, dann baue doch öfter mal eine Atempause in deinen Alltag ein. Und lass dich überraschen, welche neuen Kräfte und wieviel Klarheit dadurch in dir entsteht. Mir helfen dabei drei kleine Achtsamkeitsrituale, die man gut in den Alltag einbauen kann. Hier kannst du meinen Blogbeitrag dazu lesen.

Wenn du eine intensive Ruhepause machen möchtest, dann hör dir gerne meine geführte Meditation „Ruheraum“ an.

Hier klicken und anhören

Ich wünsche dir einen wunderbaren Sommer mit vielen großen und kleinen Atempausen.

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