So können wir an Herausforderungen wachsen und uns weiterentwickeln

29 Mai 2021 | 2 Kommentare

Der Brief lag in meiner Hand und ich atmete tief durch. Es war die Antwort, auf die ich die letzten Tage sehnsüchtig gewartet hatte. Mit zitternden Händen öffnete ich ihn. Es war eine Einladung zum Bewerbungsgespräch für meine Traumstelle: Spieleredakteurin bei Ravensburger. Der Sprung in ein neues Leben. Und eine Herausforderung, an der ich wachsen und mich weiterentwickeln könnte.

Für diesen Job verließ ich die Stadt, in der ich aufgewachsen war, zog 400 Kilometer weit weg von allen Menschen, die mir am Herzen lagen und fing in einem Business an, bei dem viel Neues von mir erwartet und gefordert wurde. Ich musste mich mit BWL und Marketing beschäftigen, Kalkulationen lesen und prüfen, Design Briefings schreiben, Marktanalysen machen… Für mich als Pädagogin eine völlig neue Welt.

Aber ich wollte mich weiterentwickeln. Ich nahm in Kauf, dass ich noch mal ganz von vorne anfangen musste.

 

Herausforderungen als Möglichkeit zum Wachstum 

Heute weiß ich, dass es wichtig ist, immer wieder seine Komfortzone zu verlassen, damit wir uns entwickeln können. Dass Herausforderungen dazu da sind, an ihnen zu wachsen. Wachstum kann nur geschehen, wenn wir über unsere Grenzen gehen und uns auf unbekanntes Terrain begeben.

Wenn wir tun, was wir immer schon getan haben, wird passieren, was immer schon passiert ist.

 

Der Weg aus dem beruflichen Stillstand

In meinen Coachings sind viele Menschen, die sich beruflich verändern wollen, weil sie unglücklich und unzufrieden sind mit dem, was sie tun. Manche wissen schon seit Jahren, dass sie nicht mehr am richtigen Platz sind. Aber es fehlt ihnen der Mut, die vermeintliche Sicherheit aufs Spiel zu setzen.

Und es fehlt ihnen oft auch der Mut, eine Vision zu entwickeln, ihren Träumen und Wünschen Raum zu geben, damit sie ein neues Bild von ihrer beruflichen Zukunft in sich entdecken können.

Bis sie merken, dass sie sich Unterstützung und Begleitung wünschen, um aus dem beruflichen Stillstand herauszukommen. Dann kommen sie zu mir. Und wir schauen gemeinsam, wie die Herausforderung der beruflichen Veränderung sie in ihrem Wachstum unterstützen kann.

Dabei hilft vielen das Modell von der Komfortzone, die wir immer wieder verlassen müssen, damit Wachstum möglich ist.

 

Das Modell von der Komfortzone

Dieses Modell von der Komfortzone geht davon aus, dass uns in drei Zonen bewegen:
– Der Komfortzone
– Die Wachstumszone
– Die Panikzone

Modell von der Komfortzone mit der wir an Herausforderungen wachsen können

 

Die Komfortzone

In der Komfortzone müssen wir uns nicht anstrengen. Hier verbrauchen wir wenig Energie. Wir kennen uns aus, haben gewohnte Abläufe, alles fühlt sich vertraut und sicher an.

Das ist der Bereich, den unser Gehirn bevorzugt, weil es in diesem Zustand von Routine wenig Energie verbraucht. Und auch in Krisenzeiten noch genug zur Verfügung stellen kann.

 

Die Entwicklungszone

Die Entwicklungszone sind Bereiche in unserem Leben, in den wir Neues lernen, uns Herausforderungen stellen und uns weiter entwickeln können. Wenn wir sie betreten, ist das meist mit Aufregung, vielleicht sogar ein bisschen Angst verbunden.

Wir müssen Unsicherheit aushalten und damit umgehen, dass wir nicht gleich alles perfekt machen können. Dass wir wieder vieles neu lernen müssen, Unterstützung brauchen, uns neu einfinden müssen. Und wir dürfen in dieser Zone erleben, wie wir über uns selbst hinauswachsen und Stress sich in positive Energie und Motivation verwandelt. 

 

Die Panikzone

Die Panikzone ist der Bereich, in dem wir zu weit über unsere Grenzen hinausgehen. Ein Bereich, in dem wir uns so überfordert fühlen, dass wir körperliche Symptome wahrnehmen wie Herzrasen, Schweißausbrüche, zittern, Konzentrationsprobleme. In dieser Zone findet Stress statt, der uns nicht guttut, der dazu führt, dass unser Körper in Alarmbereitschaft gerät.

Wenn wir uns in diesem Bereich bewegen, ist Wachstum nicht möglich, weil unser Körper in den Überlebensmodus geht. Herausforderungen werden zu Überforderungen und oft sind die Folge psychosomatische Erkrankungen. Wenn wir spüren, dass wir dauerhaft im Alarm Zustand sind, wird der Stress zu groß und wir müssen nach Möglichkeiten suchen, in die Entwicklungszone oder die Komfortzone zurückzukommen.

 

So gelingt der Schritt in die Entwicklungszone

Für eine gesunde persönliche Entwicklung brauchen Menschen immer wieder die Bewegung von der Komfortzone in die Entwicklungszone. So erweitert sich automatisch die Komfortzone und es zeigen sich Herausforderungen, die wir als Wachstums-Chance annehmen können.

Gerade Menschen, die sich beruflich eine Veränderung wünschen, müssen aus der Komfortzone raus in die Entwicklungszone. Dabei meldet sich schnell die Angst, dass sie dabei in die Panikzone geraten könnten. Und sie auf ihrem Weg vielleicht in der Arbeitslosigkeit landen, weniger Geld verdienen als vorher oder einen Job nehmen müssen, der ihnen noch weniger gefällt

Eine sehr wichtige Frage, die ich meinen Klienten immer wieder stelle, damit sie bei ihrem Veränderungsprozess nicht in der Panikzone landen ist: Was ist deine Entwicklungsaufgabe?

Durch diese Frage wenden sie den Blick auf die eigene Handlungsfähigkeit. Und das Gefühl von Ohnmacht, Panik und Ausgeliefertsein kann reguliert werden.

 

Der Schritt in die Entwicklungszone kostet Energie

Wenn du überlegst, ob eine berufliche Veränderung ein guter Schritt aus der Komfortzone sein kann, dann frage dich, ob du im Moment die Energie und den Wunsch hast, dich in deine Entwicklungszone zu begeben. Denn dort wirst du auf jeden Fall mehr Energie brauchen als in der Komfortzone, um dich den Herausforderungen zu stellen.

Und frage dich auch, ob deine Komfortzone dich vielleicht mehr einengt, als dir lieb ist. Und ob die vermeintliche Sicherheit nicht zu einer Falle geworden ist, in der du gerade festsitzt.

 

Berufliche Veränderung als persönlicher Entwicklungsprozess

Meine Klienten, die den Wunsch nach beruflicher Veränderung haben, erleben alle unglaubliche persönliche Entwicklungsprozesse. Sie schauen wieder bewusst auf ihre Stärken, sie finden heraus, welche Träume auf der Strecke geblieben sind und welche wieder einen Platz in ihrem Leben bekommen wollen. Und vor allem lernen sie, sich selbst Wertschätzung entgegenzubringen.

Auf dieser Basis ist der Weg in die Entwicklungszone möglich und gut. Ohne dabei in die Panikzone zu geraten. Denn sie finden im Coaching die Möglichkeit, diese Herausforderung als Wachstums-Chance für sich zu nutzen. Und im Vertrauen ihren Weg zu gehen.

 

Herausforderungen im Coaching meistern

Hier kannst du lesen, was meine Klienten über ihr Coaching bei mir sagen:

Alexandra hat mir mit der Auswertung meines Persönlichkeitsprofils geholfen, meine Stärken objektiv und dabei noch klarer zu sehen. Eine wahrhaft tolle Unterstützung für Menschen, die sich beruflich verändern wollen und gezielt neue berufliche Schritte gehen möchten. Sandra Semeniuk

Frau Cordes-Guth hat mir mit ihrem empathischen Feingefühl dabei geholfen, meine Gedanken zu ordnen, meine inneren Wünsche besser zu erkennen und mir meiner eigenen Stärken besser bewusst zu werden. Gemeinsam mit Frau Cordes-Guth konnte ich meine nächsten Schritte planen, die ich nun voller Zuversicht und Überzeugung angehen werde. Andreas Mayer

Es kommt mir immer noch wie ein Wunder vor, und ich neige eigentlich nicht zu enthusiastischen Ausbrüchen, dass ich aus einer tiefen Sackgasse heraus mich nicht nur im Denken, sondern auch im Handeln und Fühlen dahingehend ändern konnte (und dies in wenigen Coaching Stunden), dass ein neuer Arbeitsplatz und eine andere Einstellung zu Gegenwart und Zukunft und vor allem zur Vergangenheit die Folge waren. Besonders hilfreich war die unerschütterliche Akzeptanz meiner Person durch Frau Cordes-Guth. Maria Burmeister

Durch die einfühlsame Art meines Coaches, ist es mir gelungen sehr schnell Fortschritte zu erzielen und meine eigene Position in komplexe Situationen besser zu verstehen. Besonders hilfreich und positiv habe ich die enorme Wertschätzung empfunden, die mir von Frau Cordes-Guth entgegen gebracht wurde, denn so habe ich nochmal einen besseren Blick auf meine eigenen Stärken gewonnen, die ich als selbstverständlich angenommen habe. Nicole Widman

 

Der Weg der Raupe

Der Weg in die und durch die Entwicklungszone ist wie der Weg der Raupe zum Schmetterling. Die Raupe spürt, dass etwas Neues auf sie wartet. Die Raupe vertraut der Ahnung des Schmetterlings in ihr. Was mag die Raupe in ihrem Kokon fühlen und erleben, wenn sie versucht, sich aus dieser dunklen Hülle herauszukämpfen? Die vielleicht undurchdringlich scheint.

Die Raupe hat nur eine Ahnung davon, was danach passiert. Keine Sicherheit, dass danach eine unglaubliche Transformation stattfinden wird. Die Freiheit und Leichtigkeit schenken. Nur die Dunkelheit um sie herum, den Schmerz der Begrenzung. Das Gefühl nicht aus der Enge herauszukommen, Angst, dass all die Mühe sich nicht lohnen wird. Und es im sie herum einsam und dunkel bleibt.

Was wäre, wenn sie diesen Befürchtungen glauben würde? Aufgeben und stillhalten würde? Aber das tut sie nicht. Sie weiß, dass hinter der Begrenzung etwas Neues kommt. Sie glaubt der Ahnung des Schmetterlings in ihr. Entwickelt neue Kräfte, vertraut dem Prozess der unglaublichen Verwandlung.

 

Fragen zum Weiterdenken

Was hilft dir, an deinen Herausforderungen zu wachsen? Was ist deine Entwicklungsaufgabe?

Wie gehst du mit deinen Herausforderungen und Begrenzungen um?

Was hilft dir, dich ihnen zu öffnen und an ihnen zu wachsen. Und die Enge und Dunkelheit in diesen Entwicklungsphasen durchzustehen?

 

Impuls zum Weitergehen

Zitat zum Thema Herausforderungen von Alexandra Cordes-Guth

Zitat aus meinem Buch: Selbstbewusst Sein –  Textimpulse für jeden Tag. Hier geht es zu meinen Büchern.

Und wenn du gerade über eine beruflichen Veränderung nachdenkst und nicht weißt, wie du den Schritt in deine Entwicklungszone machen kannst, dann melde dich gerne zu einem kostenlosen Impulsgespräch bei mir an. Hier kannst du einen Termin buchen. Vielleicht kann dir ein gezieltes Persönlichkeitsprofil oder ein individuelles Coaching dabei helfen.

Diesen Beitrag habe ich in kürzerer Form schon einmal im Februar 2019 veröffentlicht. Er wurde von mir überarbeitet und mit den Informationen zum Modell der Komfortzone ergänzt, damit er noch mehr Anregungen und Informationen bietet. 

Herzliche Grüße

Portrait Alexandra Cordes-Guth

Alexandra Cordes-Guth Logo 

Job- und Businesscoaching für Fach- und Führungskräfte
und selbstständige UnternehmerInnen.

Alexandra Cordes-Guth begleitet Menschen mit viel Wertschätzung und Empathie auf dem Weg ihrer beruflichen Veränderung und Entwicklung. 

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2 Kommentare

  1. Liebe Alexandra,
    hilfreich finde ich es, das Zyklische im Leben zu sehen und zu erinnern, dass sich das Rad immer weiterdreht… So wie der Mond, die Gezeiten, Tag und Nacht. Oder die Jahreszeiten: Während wir mit dem Winter am tiefsten Punkt angelangen, mobilisiert die Natur bereits all ihre Kräfte, um dann – wachgekitzelt durch die Sonne –
    mit neuer Kraft hervorbzubrechen. Garantiert. Jahr für Jahr aufs Neue. Das hilft mir, immer wieder in ein tiefes Vertrauen zu finden.
    Mit herzlichen Vorfrühlingssonnengrüßen, Bianca

  2. Liebe Bianca, oh ja, die Zyklen im Leben. Die Natur zeigt uns immer wieder wie das Leben eigentlich im tiefsten Inneren funktioniert und wie es sich von innen heraus gestaltet. Das hast du sehr schön beschrieben. Eine Patientin von mir sagte neulich auch, wie wichtig die „Brachzeit“ ist, in der alles im Außen stillzustehen scheint. Und sich unter der Erde und im Inneren der Bäume und Pflanzen alles auf den neuen Aufbruch, das Aufblühen vorbereitet. Es ist sehr heilsam und tröstlich, sich diesen natürlichen Zyklen anzuvertrauen. Mit herzlichen Grüßen zurück – Alexandra