Mich selbst zu erkennen und zu entwickeln und die große Vision meines Lebens in mir zu entdecken – das ist für mich das größte Abenteuer meines Lebens. Und ich beschenke mich selbst immer wieder unglaublich, wenn ich mir Zeit und Raum nehme meine innere Welt zu entdecken.

Immer wieder ist es Zeit, innezuhalten und in meinem inneren Garten zu entdecken, welche Samen aufgegangen sind, was gerade Früchte trägt – und was abgestorben ist und entfernt werden muss. Denn ein Garten braucht immer wieder Zeit, Aufmerksamkeit und Pflege. Überlassen wir ihn sich selbst, wächst alles ineinander, vieles wird erstickt, Wege wachsen zu, Unkraut vermehrt sich immer schneller und Pflanzen, die uns kostbar waren, verdorren und verwelken. Und unsere Vision verschwindet Stück für Stück – bis sie kaum noch zu sehen ist.

 

 

 

Seine eigene Vision neu in sich entdecken

Für mich waren die ersten sechs Monate diesen Jahres eine Reise mit Aufbrüchen, Neuentdeckungen und Loslassen von alten Zielen, die nicht mehr zu mir passen. Und die mich da wo ich jetzt stehe nicht mehr zu der Vision meines Lebens führen. Es ist immer so leicht, über das Loslassen zu sprechen. Aber dann doch eine Herausforderung, es auch zu tun. Aber wer seine Vision immer neu in sich entdecken will, der muss immer wieder in sich ordnen und aufräumen, Platz und Klarheit schaffen.

Was ich losgelassen habe? Vor drei Jahren habe ich meine XING Gruppe „Wandel durch Wertschätzung“ ins Leben gerufen. Und viele wunderbare Menschen kennengelernt, inspirierende Texte geschrieben und gelesen, viel dazugelernt. Und jetzt habe ich sie losgelassen – obwohl ein Teil in mir gerne festgehalten hätte. Mein Sicherheitsteil, der sagt: „Aber vielleicht bereust du es irgendwann, es könnte ja noch viel Fruchtbares daraus entstehen.“  Aber mein liebevoller weiser Teil sagt: „ Es ist Zeit für Neues in deinem Leben.“ Ich werde die Gruppe an eine Kollegin übergeben, die sie in einem guten Sinn weiterführen wird. Und ich spüre: Es ist genau richtig so. So habe ich noch mehr Dinge losgelassen und Platz in mir und meinen Gedanken geschaffen.

 

 

 

Den Kompass für die eigene Vision finden

Jetzt warten noch viele Ideen in mir darauf, Platz in meinem Leben zu finden. Aber bevor ich in meinen inneren Garten hier und da etwas Neues pflanze und gar nicht genau weiß, was für einen Garten und welche Früchte ich mir wünsche braucht es noch einen Schritt. Den Schritt in mein Inneres. Zu meiner Vision. Denn sie ist der rote Faden in meinem Leben, der Kompass auf meiner Reise. Um sie zu finden und zu erkennen brauche ich Zeit für mich. Zeit für Meditation, für Übungen, für Gespräche und Austausch um sie erkennen zu können.

In den nächsten Wochen schenke ich mir selbst die Zeit für Selbst-Coaching. Ich verbinde mich mit meiner Intuition und inneren Weisheit und habe dazu einen Korb voller spannender und inspirierender Übungen, die Kopf, Herz und Seele miteinander verbinden und meine innere Stimme und mein weises Ich zu mir sprechen lassen.

 

 

Möchest du dir diese Zeit nehmen und deine Herzensziele in die Welt bringen? Dann teile ich gerne die Übungen mit dir, die ich selbst gerade mache. Und vielleicht können wir ja ein Stück Weg gemeinsam gehen.

 

 

Die Wurzeln meines Ichs- und meiner Vision entdecken

Heute möchte ich dir von der ersten Übung erzählen, die mich meiner Vision wieder ein Stück näher gebracht haben.

Diese Übung führt mich wieder zu meinen Wurzeln zurück. Auf zweifache Weise. Zu den Wurzeln meiner systemischen Arbeit und zu den Wurzeln meines Lebens. Ich habe sie bei Ingrid Meyer-Legrand gemacht, die das Buch „Die Kraft der Kriegsenkel“ geschrieben hat.

Sie möchte mit dieser Übung dabei unterstützen, unsere verschütteten, verborgenen und nicht zur Entfaltung gekommenen Ressourcen und Kräfte aufzuspüren. Denn in der Regel nutzen wir ja nur einen Bruchteil unseres Potentials. Weil wir uns viel zu oft in Gedanken beschränken und auf das schauen, was uns blockiert und scheinbar ausbremst. Und genau dadurch ersticken wir oft unsere Träume und Visionen, die in uns anklopfen wollen.

Oft hilft ein Wechsel der Blickrichtung. Das fühlt sich erst einmal ungewohnt an. Auch ich spüre dabei gerne Widerstände und Einwände. Aber wenn ich diese Schwelle überschritten habe, meldet sich etwas Größeres in mir. Ein Teil, den ich bis dahin gar nicht wahrgenommen habe. Eine Kraft, die mich unbewusst schon oft im Leben getragen habe. Und wenn ich ihr meine Aufmerksamkeit schenke, wird diese Kraft zu einer inneren Quelle, die vorher nur als Rinnsal in mir war und jetzt sprudelt und fließt.

 

Die Kraft meiner Wurzeln entdecken

Die Übung:  Ich beschreibe hier nur einen Teil der gesamten Übung, die sehr umfangreich ist. Sie ist sehr wirkungsvoll und lädt zum Nach-denken und Nach-spüren und zu vielen Assoziationen und Erkenntnissen ein.

1. Teil: Nimm dir 15-20 Minuten Zeit und schreibe auf, was dir zu den fünf folgenden Fragen einfällt, an was du dich erinnerst:

– Was war charakteristisch für Deine Mutter und für Deinen Vater?

– Welche Sehnsüchte und Wünsche hatten sie? Welche Begabungen, Talente?

– Konnten sie die Berufsausbildung machen, die sie wollten? 

– Gibt es besondere Leit- oder Glaubenssätze Deiner Familie? Welcher dieser Glaubenssätze ist für Dich ganz besonders wichtig und noch heute präsent?

– Was musstest und was muss Du bis heute tun, um zu Deiner Familie zu gehören?    

 

2. Teil: Nimm dir dann ein Blatt Papier und mache eine Skizze (kein Gemälde!) zu folgender Aufgabe: Erinnere dich an eine typische/prägende Situation aus deiner Kindheit zwischen 0-6 Jahren und bringe sie aufs Papier.

Es ist wichtig, dass du es kurzhältst und nur eine Skizze anfertigst. Nimm das, was dir als Erstes in den Sinn kommt und denke nicht zu lange nach.

Schau dir deine Skizze dann an, verbinde dich mit der Situation von damals, beschreibe sie entweder schriftlich für dich oder suche dir jemand, mit dem du die Übung machst (einen guten Freund oder Freundin) und erzähle ihm, was dort zu sehen ist.
Und beantworte dann die Frage: Was habe ich daraus für Bewältigungsstrategien / Fähigkeiten entwickelt, die mir geholfen haben?

Damit richtest du den Blick weg vom Mangel hin zu deinen Fähigkeiten und Kompetenzen. Die dir in der Regel auch heute noch im Leben helfen, deine persönliches Wachstum aktiv zu gestalten.  Schreibe deine Erkenntnisse auf und überlege, wo in deinem Leben dir diese Fähigkeiten schon geholfen haben. Und spüre in deinem Körper, wo du Energie wahrnimmst, Wärme und Kraft.

 

Mein innerer Raum der Sicherheit

Mir hat diese Übung gezeigt, dass ich durch viele Erfahrungen der Unsicherheit in meiner Kindheit gelernt habe, mir selbst einen Raum der inneren Sicherheit zu schaffen. Und dass ich das auch anderen Menschen weitergeben kann. Und einen Raum der Sicherheit für sie herstellen kann. Das war eine berührende Erkenntnis – die mich sehr gestärkt hat. Und mich meiner Vision ein Stück näher gebracht hat. Der Raum der Sicherheit klingt in mir nach. Und wird sich noch mit anderen Elementen verbinden, die meine Vision kraftvoll, bunt und einzigartig machen werden.

Es ist schön zu spüren, welche Wurzeln mich tragen. Und wertschätzend und freundlich auf das Kind von damals zu schauen. Um es so wieder in mein Herz zu schließen. Und Frieden zu machen mit Schmerzen, die es in der Vergangenheit gab. Aus denen ich unglaubliche und stärkende Kräfte entwickeln durfte.

Schreibe mir gerne, welche Erkenntnisse und Erfahrungen du mit dieser Übung gemacht hast. Und was dein Herz dir dazu gesagt hast.

Und wenn du dir Begleitung auf dem Weg zu deiner Vision und deine Wurzeln wünschst, dann vereinbare gerne eine virtuelle Kaffepause mit mir und schreibe mir dazu einfach eine Mail.

Schenke dir selbst Zeit für dich, höre in dein Herz und entdecke deine einzigartige und wunderbare Vision!

Herzliche Grüße auf Weg zu meiner Vision

 

 

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