Was verbindest du mit dem Begriff Selbstbewusstsein? Für mich bedeutet es, dass ich mir bewusst über meine Stärken bin, liebevoll auf meine Schwächen schaue und mitfühlend mit mir selbst umgehe. Ich kenne meine wunden Punkte, meine Träume und Hoffnungen, meine Verletzlichkeit, meine besonderen Gaben. Ich halte immer wieder inne, um mir meiner selbst bewusst zu sein und nicht unbewusst durchs Leben zu stolpern.

Die Schamforscherin Brenee Brown schreibt dazu: “Selbstbewusstsein bedeutet, den Mut zu haben, unperfekt zu sein. Grenzen zu setzen. Uns selbst zu erlauben, verletzbar zu sein. Von ganzem Herzen zu lieben und zu leben.“

Wer sich ein gutes und gesundes Selbstbewusstsein wünscht, sollte immer wieder inne halten und sich seiner selbst bewusst werden. Aber wie geht das genau?

In meiner geschlossenen Facebookgruppe “Selbstbewusst Sein”  habe ich gefragt: Was ist dein bester Tipp für mehr Selbstbewusstsein? Es gab viele spannende Anregungen von den Gruppenteilnehmern, die ich heute gerne hier teilen möchte. Es sind Anregungen aus der Praxis – deshalb finde ich sie so wertvoll. Kein theoretisches Wissen, sondern kleine Alltagsrituale, die Veränderung bewirken. Und die schon ausprobiert und umgesetzt wurden.

Vielleicht ist auch für dich ein Tipp dabei, den du in der nächsten Zeit umsetzen möchten. Für ein gutes und gesundes Selbstbewusstsein. Damit du das Beste in dir entdecken kannst, deine Herzensziele erkennst und in die Welt bringen kannst.

 

  1. Täglich bewusst ein paar Minuten nach innen schauen, sei es in Form einer Meditationszeit, Tagebuchschreiben, bewusst in den Körper spüren, sich mit der Intuition verbinden.
    Denn: Alles was ich brauche an Kraft und Weisheit ist bereits in mir. 
  2. Liebevoll und wertschätzend mit sich selbst umgehen, auch wenn es mal schwierige Zeiten gibt. Dazu sind regemäßige kleine Auszeiten mit sich selbst sehr wertvoll! 
  3. Für mich gibt es die direkten Wege zu mehr Selbstbewusstsein und die indirekten, die etwas mehr Zeit brauchen. Bei den direkten Wegen überprüfe ich mein momentanes Denken, achte auf meine Emotionen, verändere mein Verhalten usw. Der indirekte Weg (für mich in Wirklichkeit der direkteste Weg ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Komplexen. Je komplexfreier man wird, umso selbstbewusster (oder selbstbestimmter) kann man sein. Um seine Komplexe/ Muster / Schemen besser zu verstehen, kann ich folgendes Buch empfehlen: Sein Leben neu erfinden: Wie Sie Lebensfallen meistern.
  4. Mir konstruktive Fragen stellen und auf die Antworten aus dem Universum lauschen.
  5. Erinnere Dich- am besten schriftlich, was Du an Herausforderungen, die du bereits gemeistert hast! Dann wird aus dem inneren “”Ich kann nicht” ganz schnell ein ” Oh-es geht ja doch!”. Ich führe regelmäßig eine diesbezügliche Liste. Sich bewusst zu machen, was man geschafft hat-das ist wie Espresso für die Seele! 
  6. Sich selbst in irgendeiner Form “Beweise” schaffen, dass ich etwas verändern kann, dass ich mein Leben steuern kann, dass mir Dinge gut gelungen sind. Ich mache das in meinem täglichen Morgenritual, in dem ich immer mind. 5 Dinge aufschreibe, die mir am Vortag gut gelungen sind. Das kann ich dann nachlesen und vor allem: Ich habe es so empfunden. Es hat mir nicht jemand anderes gesagt: “Toll gemacht!” o.ä. Das ist schön und nett, aber kein “Beweis”. 
  7. Mehr Dinge mit sich selbst ausmachen! Keine Menschen zu einem bestimmten Thema befragen. So erlernt man wieder auf seinen Bauch zu hören. Zu viele Fragen bedeuten zu viele Antworten! Die Antworten eines anderen sind nicht meine Antworten! 
  8. Lernen Nein zu sagen. Dass ist eine Aufgabe, die vielen Menschen mit wenig Selbstbewusstsein am Anfang oft schwerfällt. Die eigenen Grenzen spüren, Angst vor Ablehnung, Ärger oder den Anderen zu verletzen. Aber sich bewusst sein, dass ein Nein wichtig ist, um gesund zu bleiben und ein selbstbewusstes Leben zu führen.
  9. Der Angst mutig entgegengehen und mir damit beweisen, dass ich es geschafft habe, sie zu überwinden. Mit kleinen Sachen anfangen. Das steigert das Selbstbewusstsein.
  10. Eine stimmige Antwort finden auf die Frage: “Wer bin ich?”.
    Und sich an der Antwort orientieren, führt zu Selbstbewusstsein.

    Das kann etwas Zeit in Anspruch nehmen. In der Psychologie wird das als “kohärentes Ich”, oder “Selbstgefühl” beschrieben. Eine konkrete Übung die das unterstützt: “Sich in Ruhe hinsetzen – Augen schließen – Hand aufs Herz legen – sich vorstellen man würde sich die Antwort selbst geben (oder vor einer lieben Person, einem inneren Coach…) – sich fragen: Hand aufs Herz, wer bin ich? – sich erlauben, eine einfache Antwort zu geben, die sich gut anfühlt”. Entscheidend ist, dass sie sich gut anfühlt und für einen selbst passt. Denn niemand anderer kann einem diese Antwort geben, sie ist etwas ganz subjektives. Aber wenn man eine stimmige Antwort für sich gefunden hat, wird einem nichts mehr so schnell aus der Ruhe bringen! 
  11. Immer wieder durchatmen. Der Atem ist der Träger unserer Gefühle, er verbindet uns mit uns selbst. Das Nervensystem entspannt sich und wir können durch das Durchatmen Abstand zu einer scheinbar schwierigen Situation bekommen. Durchatmen unterbricht die gewohnten Reiz-Reaktionsmuster und ermöglicht uns, in Ruhe zu überlegen, wie es uns gerade geht und was wir tun wollen. Der sogenannte “parasympathische Shift”, also das Durchatmen, ist auch im Coaching und in der Therapie immer ein Zeichen, dass der Klient sich entspannt und Zugang zu sich selbst findet.
  12. Die eigenen Stärken entdecken und auf den Punkt bringen. Denn die meisten Menschen können auf die Frage: Was sind deine drei größten Stärken? keine spontane Antwort geben. Und es ist so wichtig und so gut, sich darüber bewusst zu sein, was man gut kann, wofür man brennt, was einem Freude macht, wo einen andere um Rat fragen.
    Wer ihn noch nicht gemacht hat: Hier ist mein kostenloser Stärken-Entdecker-Kurs. Damit kannst du in drei Schritten deine drei größten Stärken entdecken – und dein Selbstbewusstsein stärken.
    Und hier ein Blogbeitrag, in dem ich darüber schreibe, wie du deine Stärken entdecken und dein inneres Licht zum Leuchten bringen kannst.

Welcher Tipp spricht dich an, welchen möchtest ausprobieren? Und welchen Tipp hast du, den du gerne mit uns teilen möchtest? Ich würde gerne noch mehr sammeln und weitergeben.

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Ich wünsche dir viel Selbstbewusstsein und viele Freude und Überraschungen auf deinem Weg.
Herzliche Grüße

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