20 Dinge über mich, die du noch nicht wusstest

15 Mai 2021 | 4 Kommentare

Jeder Mensch trägt ein ganz eigenes Universum an Erfahrungen in sich und ich finde es in meinen Seminaren und Coachings immer wieder unglaublich spannend, darin einzutauchen.

Wenn ich in meinen Team-Seminaren eine Übung mache, bei der jeder Teilnehmer mit dem anderen drei Gemeinsamkeiten finden soll, ist die Überraschung oft groß.

Auch wenn man schon viele Jahre zusammen gearbeitet hat, weiß man vieles nicht voneinander, entdeckt ungeahnte Gemeinsamkeiten und wird von den intensiven Gesprächen meist sehr inspiriert und begeistert.

 

Durch Fragen immer mehr Schätze zum Vorschein bringen

Viel zu oft glauben wir, wir wüssten schon alles von unserem Gegenüber. Dabei braucht es nur Interesse und ein paar Fragen, um ganz neue und spannende Dinge zu erfahren.

Das ist für mich übrigens auch eine Grundvoraussetzung im Coaching: Nie davon auszugehen, ich wüsste schon genug über meinen Klienten. Sondern immer wieder nachfragen, um die vielen Weisheiten und Schätze in ihm zum Vorschein zu bringen.

Heute möchte ich mit dir 20 Dinge über mich teilen, die du vielleicht noch nicht weißt. Die dich inspirieren, überraschen, nachdenklich machen, schmunzeln lassen.

Schreibe mir gerne in den Kommentar, was davon dich überrascht hat oder was uns verbindet.

Und am Schluss der 20 Dinge habe ich noch zwei Schreibimpulse für dich – mit denen du längst vergessene Dinge aus deinem Leben wieder neu entdecken kannst.

 

20 Dinge über mich, die du noch nicht weißt

 

Nummer 1
Als ich vierzehn Jahre alt war habe ich bei „Jugend trainiert für Olympia“ mitgemacht und dabei den 600 Meter Lauf in Frankfurt gewonnen. Ich habe in dieser Zeit viel Leichtathletik gemacht, bin eine halbe Stunde zu Fuß zum Sportplatz gelaufen und um dort dreimal die Woche zu trainieren. Auch heute jogge ich noch dreimal die Woche und erlebe das wie eine Form der Meditation.

Nummer 2
Nach dem Abitur habe ich ein halbes Jahr im Krankenhaus gearbeitet und dabei meine Leidenschaft für Medizin und Menschen entdeckt. Dort habe ich Geburt und Sterben hautnah erlebt und große Achtung vor der Pflege bekommen. Ich mochte diese Zeit nicht missen und gehe immer wieder gerne in Krankenhäuser und spüre die Atmosphäre dort, die mich damals in ihren Bann gezogen hat.

Nummer 3
Eines der ersten Bücher, das ich gelesen habe war Krabat.
Eine Nachbarin meiner Oma hatte es mir geschenkt. Und ich war fasziniert von dieser magischen Geschichte. Ich war sowieso ein Bücherwurm und habe nachts oft noch unter der Bettdecke heimlich gelesen. Einmal brannte sogar die Bettdecke an, weil die Lampe so heiß geworden war.

Nummer 4
Während meiner Schulzeit habe ich ein paar Jahre Cello gespielt. Die Suiten von Bach haben mich dazu inspiriert. Der tiefe, volle Klang dieses Instruments ging direkt in mein Herz und haben etwas in mir zum Schwingen gebracht. Vielleicht habe ich darin etwas von der Melodie meines Lebens erkannt.

Nummer 5
Als Kind bin ich mit meinen Eltern nur einmal in Urlaub gefahren.
Wir hatten wenig Geld, weil meine Eltern so jung geheiratet haben. Die Stiefmutter meines Vaters lud uns in ihr Haus auf Sylt ein. Dort spazierten wir am Strand entlang, sammelten Muscheln und Seesterne und ließen Drachen steigen. Noch heute schlägt mein Herz höher, wenn ich an die Nordsee fahre, die Dünen sehe und das Meer rieche.

Nummer 6
Yoga habe ich mit Anfang zwanzig für eine sehr esoterische Angelegenheit gehalten.
In einer Gemeinde, in der ich als Gemeindepädagogin eine Mutter-Kind-Gruppe anbot, wurde ich von den Müttern dazu eingeladen. Ich lehnte höflich aber entschieden ab. Heute ist Yoga für mich aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Für mich ist es so, als ob die Seele dadurch jedes Mal einen guten Platz in meinem Körper bekommt. Und ich bin froh, dass ich meine Meinung noch ändern konnte.

Nummer 7
Viele wissen: Ich habe eine Zwillingsschwester. Was nicht alle wissen: Wir sind zweieiig und kamen Kopf an Kopf auf die Welt. Ich mit den Füßen zuerst. Und sie nur drei Minuten später als ich. Meine Mutter hat erst bei der Geburt erfahren, dass sie mit 19 Jahren zwei kleinen Mädchen das Leben geschenkt hat. Denn Ultraschall gab es damals noch nicht.

Nummer 8
Ich war 20 Jahre lang Spieleredakteurin bei Ravensburger und durfte dort den Bereich der Lernspiele begleiten. Schon damals war mein Motto. Stärken stärken. Das ist mir heute auch im Coaching wichtig, weil es Menschen viel mehr hilft sich mit all ihren Potentialen zu entfalten als der ewige, schon lange eingeübte Blick auf die Schwächen. Eines meiner liebsten Spiele, das ich als Relaunch belgeiten durfte war „Tempo kleine Schnecke“.

Nummer 9
Nach meinem Studium habe ich ein Jahr in einer Werbeagentur in Frankfurt gearbeitet. Das Thema Werbung und Marketing ist mir dort zum ersten Mal begegnet und es tat sich eine neue Welt auf. In meiner Verlagszeit habe ich noch viel mehr darüber gelernt und bin als Solopreneurin dankbar, dass ich mich darin auskenne.

Nummer 10
Nach meiner wunderbaren Tochter hatte ich zwei Fehlgeburten.
Es war irgendwann klar, dass wir keine weiteren Kinder bekommen würden. Damals habe ich mich entschieden, aus diesem Verlust etwas Gutes zu machen. Und habe meine Ausbildung als Therapeutin am WISL begonnen. Auch heute bin ich noch davon überzeugt, dass aus einer Krise und einer Enttäuschung etwas Gutes werden kann. Wenn wir zuerst der Trauer Raum geben und die darin entstandene Kraft für ein Herzensprojekt verwenden.

Nummer 11
Als Kind hatte ich viele Jahre schreckliches Heimweh.
Ich konnte ohne meine Schwester nirgendwo hin. Wenn meine Eltern weggingen, weinte ich mich vor Angst in den Schlaf. Heute weiß ich, dass ich eine Heimat in mir selbst haben darf und kann gut mir mit und der kleinen Alexandra allein seine. Aber meine Schwester habe ich immer noch gerne an meiner Seite.

Nummer 12
Als Dekanatsjugendreferentin habe ich drei Jahre in Friedberg / Hessen Kindergruppen geleitet, Freizeiten organisiert, Ehrenamtliche ausgebildet und sogar einen Weihnachtsgottesdienst gehalten. Die Pfarrerin war krank und es musste kurzfristig Ersatz her. So stand ich mit etwas wackligen Knien in der Kirche und hielt eine Weihnachtspredigt, die ich selbst geschrieben hatte und die von allen sehr gelobt wurde.

Nummer 13
Ich kann gut tapezieren – sogar Decken.
Das habe ich von meinem Vater gelernt. Als meine Eltern sich trennten und unsere Mutter mit uns drei Kindern zweimal in unrenovierte Wohnungen umziehen musste, konnte ich tatkräftig mithelfen. Zum Glück habe ich heute einen Mann, der gelernter Schreiner ist und handwerklich alles im Griff hat. Darum beneiden mich viele Freundinnen.

Nummer 14
Schon mit 10 Jahren habe ich versuchsweise erste Geschichten geschrieben,
die ich meinem Vater vorlas. Damals verschlang ich die Bücher von Enyd Blyton (die Abenteuer Reihe) und wollte selbst Bücher schreiben. Inzwischen habe ich fünf Bücher geschrieben und das sechste ist auch schon im Werden. (Die Delfinstrategie) Manche Wünsche brauchen Zeit, bis sie einen Platz in unserem Leben finden.

Nummer 15
Als Studentin bin ich mit meinem damaligen Freund für zwei Wochen nach Israel gereist.
Noch nie habe ich so intensive Eindrücke aus einem Land mitgenommen. Als Religionspädagogin war es sehr bewegend, all die historischen Orte sehen und erleben zu können: Jerusalem, Jericho, Bethlehem, die Klagemauer, der Berg Sinai… Ich möchte sehr gerne noch einmal dorthin.

Nummer 16
Eine Familienaufstellung hat mein Leben nachhaltig verändert
und war der Grund, warum ich meine systemische Ausbildung am Wieslocher Institut für systemische Lösungen gemacht habe. Ich durfte dort noch bei Gunthard Weber lernen und bin dankbar für diese grandiose Ausbildung. Auch in meinen Coachings nutze ich die Möglichkeit der Aufstellungen im Einzelkontext und bin immer wieder begeistert von den Lösungen, die sich so zeigen.

Nummer 17
Einmal in meinem Leben bin ich in einem Hubschrauber geflogen.
Als Studentin habe ich bei einer Kommunikationsagentur gejobbt. Bei einem Firmenjubiläum wurde ich zu einem Fest nach Belgien eingeladen. Jeder Mitarbeiter durfte mit dem Hubschrauber eine Runde über die Rennstrecke von Spa fliegen. Ein bisschen Angst war schon dabei – aber die Begeisterung hat überwogen.

Nummer 18
Zweimal war ich Gast in einer Fernsehsendung.
Einmal wurde ich als Spieleredakteurin vom SWR in eine Sendung eingeladen und dort zu meiner Arbeit interviewt. Und als Coach hat mich ein regionaler Sender zum Thema „Die eigene Berufung finden“ als Gast eingeladen. Bei beiden Interviews habe ich gemerkt, dass es mir leicht fällt vor der Kamera zu sprechen, wenn es um ein Thema geht, das mich begeistert. Auch heute mache ich das in meinen „Gute Gedanken“ Videos noch gerne.

Nummer 19
Mit einem Kinderspiel, das ich als Redakteurin begleitet habe, sind wir auf die Auswahlliste für das Kinderspiel des Jahres gekommen. Gemeinsam mit meinem Chef und einigen Kollegen durfte ich nach Berlin zur Preisverleihung fahren. Leider haben wir den Preis dann nicht bekommen. Aber das Spiel begeistert auch heute noch viele Spielbegeisterte. Es heißt „Hüpf hüpf Hurra“.

Nummer 20
In meiner Arbeit als Coach erlebe ich in der Aufstellungsarbeit viele wunderbare Entwicklungen. Zweimal ist es passiert, dass junge Frauen, die wegen beruflicher Themen zu mir kamen, ein ganz anderes Ergebnis als erwartet mitnahmen. In ihren Einzelaufstellungen zeigte sich neben dem Beruf noch das Thema Kinderwunsch. Der sehr deutlich im Mittelpunkt stand. Und beide wurden kurz nach der Aufstellung schwanger – mit Zwillingen.

 

Zwei Schreibimpulse

Eine schöne Schreibübung, die ich neulich gemacht habe und die mich selbst sehr überrascht hat:
Schreibe 50 Dinge auf, die man im Moment über dich und dein Leben wissen sollte.
Zuerst dachte ich: Ach du je, so viel fällt mir ganz sicher nicht ein. Aber wie es so oft beim Schreiben ist: Es floss so aus mir heraus und mein Blick auf mich selbst und mein Leben bekam ganz neue Facetten. Nimm dir einfach Stift und Papier und schreibe drauflos.

Eine andere Schreibübung, die etwas kürzer ist: Zehn Dinge, die man über dich wissen sollte. Auch das ist schon eine sehr inspirierende Übung. Sie lässt dich darüber nachdenken, was andere über dich wissen sollten, um den wunderbaren Menschen in dir zu erkennen.

Und: hast du bei den 20 Dingen, die du über mich noch nicht weißt etwas gelesen, das dich besonders überrascht hat? Oder auch erlebt hast? Dann schreibe gerne in den Kommentar.

Herzliche Grüße

Portrait Alexandra Cordes-Guth

Alexandra Cordes-Guth Logo 

Alexandra Cordes-Guth begleitet Menschen mit viel Wertschätzung und Empathie
auf dem Weg ihrer beruflichen und persönlichen Veränderung und Entwicklung.

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4 Kommentare

  1. Hallo Alexandra, danke für die Inspiration. Das mache ich auch mal für meinen Blog. Ich habe „angedockt“ bei Israel. Gerade gestern habe ich mit einem sehr guten israelischen Freund telefoniert. 2 x war ich dort, das erste Mal, war ich berührt, erschlagen und hatte so viel innerlich mit dem Thema „Als Deutsche in Israel“ zu tun. Das zweite Mal habe ich so viel mehr genossen, gelebt, Lebenslust erfahren. So viel Komplexität auf so wenigen Kilometern. Selten haben mich Reisen so sehr verändert. Shalom, kann ich heute nur sagen. Und ja, ich will dort auch nochmal hin.

  2. Liebe Anne, oh wie schön, dass du auch schon in Israel gewesen bist. Diese Komplexität und die landschaftliche Vielfalt auf so wenigen Kilometern habe ich auch so erlebt. Das Meer, die fruchtbaren Ebenen, schneebedeckte Berge, Wüste… Es ist alles da und verbunden mit den Menschen dort hat es für mich eine unglaubliche Magie und Faszination. Dann schreiben wir beide diese Reise mal auf unsere Löffelliste. Ein schönes Ziel, das mich schon jetzt mit Vorfreude erfüllt. Liebe Grüße Alexandra

  3. Liebe Alexandra,
    danke für die bewegenden Einblicke in Dein Leben – und ja, mich hat die Gemeinsamkeit berührt, als Kind nur ein Mal mit den Eltern im Urlaub gewesen zu sein – das war ein besonders intensives Erlebnis und mir geht es mit Süddeutschland so, wie Dir mit dem Meer 😉 – und auch schreckliches „Heimweh“ ist mir vertraut… was mich aber besonders inspiriert, ist die Schreibübung, 50 Dinge aufzuschreiben…, glücklicherweise kam dann der Tipp mit 10 Dingen zu beginnen – ich bin „schreib-ungeübt“ und außerdem Freund der kleinen Schritte – merci für diese wunderschöne Inspiration am Sonntagmorgen.
    Ich kann mir ein wenig vorstellen, wie viel Herzblut in dem steckt, an dem Du andere Menschen teilhaben lässt – und ich freue mich auf mehr davon. Ganz liebe Grüße und eine herzliche Umarmung aus der Ferne

  4. Liebe Ulrike, wie schön dass es gleich zwei Verbindungen zwischen uns gibt, die wir teilen. Auch wenn es keine leichten und einfachen sind. Aber auch sie haben uns ja zu den Menschen gemacht, die wir sind. Ich kann dafür heute jeden Urlaub aus ganzem Herzen genießen, weil es für mich eben etwas Besonderes ist. Und wünsche dir viel Freude mit der 10 Dinge Schreibübung. Ebenfalls liebe Grüße und eine Umarmung – Alexandra

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