Affirmationen für ein besseres Selbstbewusstsein: Ein praktischer Leitfaden

25 Mai 2024 | 0 Kommentare

Ich saß an meinem Schreibtisch und starrte auf die E-Mail meines Chefs. Er teilte mir mit, dass ich kurzfristig ein wichtiges Lizenzprojekt übernehmen sollte. Meine Gedanken überschlugen sich. „Wie soll ich das nur schaffen?“ „Ich kenn mich da gar nicht aus“. „Bestimmt geht das total schief und er ist enttäuscht von mir“. Meine Kollegin Sabine, die mir gegenübersaß, sah mich an und frage was los ist. Sabine war ein echter Sonnenschein. Sie sah alles in einem positiven Licht und ließ sich von nichts aus der Ruhe bringen.

Sie machte mir Mut, erinnerte mich daran, dass ich schon ganz andere Aufgaben geschafft hatte und ging mit mir den Projektplan durch. Mir wurde klar, dass der Zeitplan gut machbar war und auf einmal hatte ich jede Menge Ideen und ich spürte sogar ein bisschen Freude.

Und ich erkannte, dass sich bei mir ganz automatisch immer erst die sorgenvollen und düsteren Gedanken melden, die mir alle Energie und Zuversicht nehmen. Aber dass es auch die Möglichkeit gab, die Dinge wie Sabine zu sehen. Und ich machte mich auf die Suche, wie ich das ändern kann. Heute kann ich sagen: Ich habe einen Teil in mir entdeckt und aktiviert, der genauso positiv und unterstützend ist, wie meine Kollegin Sabine. Über die Kraft meiner Gedanken.

 

Gedanken sichtbar machen durch schreiben

Ein großer Schritt der Veränderung begann mit den Morgenseiten. Das ist eine Schreibmethode, bei der man jeden Morgen 10 Minuten alles aufschreibt, was einem gerade durch den Kopf geht. Und damit sein mentales Durcheinander klären kann.

Jeder Gedanke, der auftaucht, wird auf dem Papier festgehalten. Ich war erschüttert, was da alles zu Tage kam. Und ich kann dir verraten: Es waren wenig nette und positive Gedanken.

Von den 60.000 – 80.000 Gedanken, die jeden Tag durch unseren Kopf flattern, sind bei den meisten Menschen sehr viele negative dabei. Unser katastrophisches Gehirn hat diese Tendenz und viel kritische Bemerkungen, die wir als Kind gehört haben, tragen leider auch dazu bei.

Ich schrieb zwei Wochen lang immer wieder auf, was mein Gehirn da an Gedanken produzierte. Mit der Zeit wurde es ruhiger in meinem Kopf, das negative Gedankenkarussell wurde langsamer.

Und es tauchten neue Gedanken auf, die sich wie kleine Vögelchen auf dem Papier niederlassen. Die mir leiste zuflüsterten, dass ich auch mal stolz auf mich sein darf und ein Recht darauf habe, dass meine Bedürfnisse und Wünsche ihren Weg in die Welt finden.

Es war eine unglaublich Veränderung, die sich da in meinem Inneren ihren Weg bahnte. Ich erkannte, dass es in meinem Kopf vor allen Dingen viel Kritik und Bewertung mir selbst gegenüber gab.

Und beim Nachlesen meiner Texte sprang mir ein Gedanke ins Auge, der immer wieder auftauchte. Und den ich sehr vernichten fand: „Ich bin nicht gut genug“.

 

Mit Affirmationen das Leben neu denken 

Mir wurde klar, wie  destruktiv und entmutigend dieser Satz war und welche Wirkung er auf mich, mein Denken, Fühlen und Verhalten hatte.

Egal was ich tat, reichte nie aus. Egal wie viel Zeit ich den Menschen um mich herum schenkte, egal wie viele Projekte ich erfolgreich im Job zu Ende brachte. Es war egal wie oft ich es schaffte morgens joggen zu gehen oder zu meditieren. Es war nie genug. Es wäre immer noch mehr möglich gewesen.

Ich war froh und dankbar, dass ich diesen vernichtenden Satz, den mein innerer Kritiker vor vielen Jahren in mein Denken eingepflanzt hatte, endlich erkannt hatte.

Und fing an, mich und mein Leben neu zu denken. Damit kamen neue, positive Gefühle in mein Leben und ich konnte Schritte gehen, von denen ich vorher nur geträumt hatte.

Im Rückblick kann ich sehen, wie viel Angst und Schmerz sich durch meine negativen Gedanken in meinem Leben ausgebreitet hatte. Bis hin zu einer Depression.

Schritt für Schritt suchte ich nach neuen Gedanken, lernte wirkungsvolle Strategien kennen, mit denen ich positive Gedanken wirkungsvoll verankern konnte. Und nutze diese Methode  in meinen Coachings in der Glückskindstrategie als Baustein der Veränderung.

Dieser Baustein sind positive Gedanken, die man auch Affirmationen nennt. Was Affirmationen sind, wie du welche für dich finden und in dein Denken einladen kannst, dass erfährst du in diesem Blogbeitrag.

 

Die Magie der Gedanken: Was Affirmationen bewirken können

Stell dir vor, dein Geist ist ein wunderschöner Garten. Aber wie in jedem Garten gibt es auch hier Unkraut – die negativen Gedanken und Glaubenssätze, die uns täglich blockieren und Stress mit sich bringen.

Wie wäre es, wenn du dieses Unkraut Stück endlich herausreißen und durch wunderschöne Blumen ersetzen könntest? Genau das ist mit der positiven Kraft von Affirmationen möglich.

Affirmationen sind positive Aussagen über dich selbst, die du laut aussprichst oder in Gedanken wiederholst.

Diese Methode kann dir helfen, negative Gedankenmuster zu verändern, dein Selbstbewusstsein zu stärken und große Schritte auf den Weg zu positiven Veränderungen zu gehen.

Unsere Gedanken und Worte formen unsere Realität. Oft werden wir jedoch von negativen Gedanken geplagt, weil unser Gehirn die Tendenz hat, seinen Fokus auf Problem zu richten.

Und weil wir in unserer Kindheit oft viele negative Glaubenssätze abgespeichert haben. „Ich bin nicht gut genug“, „Das schaffe ich nie“.  „Was sollen die anderen denken?“. Solche Gedanken können dazu führen, dass wir uns schlecht fühlen und uns selbst blockieren.

Wenn wir diese negativen, blockierenden Gedanken verändern wollen, brauchen wir Affirmationen. Denn unser Gehirn braucht immer einen Auftrag, was es denken soll. Indem wir regelmäßig positive Gedanken einladen und wiederholen, können wir unser Unterbewusstsein positiv beeinflussen.

So entwickeln wir ein unterstützendes, positives Denken, das unsere Gefühle und Handlungen in eine gute Richtung lenkt. Wir gehen neue Wege, auf denen wir uns positiv verändern und unser Selbstbewusstsein stärken.

 

Die positive Wirkung von Affirmationen

Viele meiner Klienten erarbeiten mit mir im Coaching neue Gedanken, mit denen sie belastende Situationen Schritt für Schritt verändern können. Hier habe ich zwei Beispiele für dich.

Beispiel 1: Vom Zweifler zum Macher

Anna, eine 42-jährige Marketing-Managerin, fühlte sich oft von ihren Aufgaben überwältigt. Ihr Kopf war voller Zweifel: „Ich schaffe das nicht.“ Doch dann begann sie, jeden Morgen folgende Affirmation zu wiederholen: „Ich bin kompetent und meistere jede Herausforderung.“ Anfangs fühlte es sich ungewohnt an, aber nach einigen Wochen bemerkte sie, wie sich ihre Einstellung veränderte. Sie trat selbstbewusster auf und löste Probleme effektiver. Ihr geistiger Garten blühte auf, und sie sah die Früchte ihrer neuen Denkweise in Form von beruflichem Erfolg und persönlichem Wohlbefinden.

Beispiel 2: Stressabbau durch positive Selbstgespräche

Markus, ein 50-jähriger Anwalt, litt unter chronischem Stress. Er entschied sich, Affirmationen in seinen Alltag zu integrieren. Jeden Abend vor dem Schlafengehen wiederholte er: „Ich atme tief ein und aus und lasse alle Anspannung los.“ Er stellte sich dabei vor, wie er wie ein Blatt im Wind leicht und frei dahintreibt. Nach einem Monat regelmäßiger Praxis bemerkte Markus eine deutliche Reduktion seiner Stresssymptome und eine gesteigerte Lebensqualität.

 

Affirmationen und was die Wissenschaft dazu sagt

Gedanken sind nicht nur unsichtbare Stimmen in deinem Kopf, sie lösen auch chemische Reaktionen in deinem Gehirn aus.

Wenn du negative Gedanken hast, produziert dein Gehirn die Stresshormone Adrenalin und Cortisol. Diese Hormone beeinflussen deine Gefühle und können dazu führen, dass du dich ängstlich, gestresst oder deprimiert fühlst.

Positive Gedanken hingegen setzen Wohlfühlhormone wie Dopamin und Serotonin frei.

Diese chemischen Botenstoffe sind wie kleine Tänzer, die ein Gefühl von Freude und Zufriedenheit in dir auslösen. Sie helfen dir, optimistisch zu bleiben und stärken dein emotionales Wohlbefinden.

Gedanken sind Energie. Diese Idee ist keine esoterische Theorie, sondern hat auch eine wissenschaftliche Grundlage.

Jedes Mal, wenn du einen Gedanken denkst, feuern Neuronen in deinem Gehirn elektrische Impulse ab. Diese elektrischen Aktivitäten erzeugen ein elektromagnetisches Feld – eine Art Energie, die dein Gehirn umgibt.

Diese Energie beeinflusst nicht nur dein eigenes Gehirn, sondern auch die Menschen um dich herum.

Wenn du positive Gedanken hast und diese ausstrahlst, nehmen andere diese positive Energie wahr. Es ist ähnlich wie bei einem Magneten, der andere Gegenstände anzieht. Deine Gedanken können also eine kraftvolle Wirkung auf dein Umfeld haben.

 

Mit Affirmationen negative Muster überschreiben 

Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass  unser Gehirn erstaunlich anpassungsfähig ist. Dieses Phänomen wird als Neuroplastizität bezeichnet.

Wenn wir regelmäßig positive Affirmationen wiederholen, können wir tatsächlich neue neuronale Verbindungen schaffen und alte, negative Muster überschreiben. Das bedeutet, dass Affirmationen helfen können, unser Gehirn umzuprogrammieren, sodass wir positiver und selbstbewusster denken und handeln.

Selbstwirksamkeit und Selbstwert: Studien haben gezeigt, dass Affirmationen das Gefühl der Selbstwirksamkeit (also das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten) und den Selbstwert steigern können. Wenn Menschen regelmäßig positive Affirmationen verwenden, berichten sie von einem gesteigerten Selbstvertrauen und einem besseren Umgang mit Stress und Herausforderungen.

Stressbewältigung: Eine Studie, die im „Journal of Personality and Social Psychology“ veröffentlicht wurde, fand heraus, dass Affirmationen das Stressniveau senken können. In der Studie wurden die Teilnehmer aufgefordert, vor stressigen Situationen positive Selbstbestätigungen zu wiederholen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer, die Affirmationen verwendet hatten, weniger stressbedingte Symptome zeigten und sich insgesamt wohler fühlten.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen, dass Affirmationen mehr sind als nur positive Worte. Sie haben das Potenzial, unsere Gedankenmuster zu verändern, unser Selbstbewusstsein zu stärken und unsere Fähigkeit zur Stressbewältigung zu verbessern.

Durch die regelmäßige Anwendung von Affirmationen können wir unser Gehirn positiv beeinflussen und ein erfüllteres, stressfreieres Leben führen.

Affirmationen sind also nicht nur ein Werkzeug für die Persönlichkeitsentwicklung, sondern auch ein wissenschaftlich belegtes Mittel zur Förderung unseres mentalen und emotionalen Wohlbefindens. Nutze die Kraft der positiven Selbstgespräche und beobachte, wie sich dein Leben Stück für Stück zum Besseren wendet.

 

Die richtige Affirmation finden

Wichtig ist, dass deine Affirmation authentisch und realistisch ist. Sie sollte zu deinem aktuellen Zustand passen und positiv formuliert sein

Sie darf keine Verneinungen enthalten. Denn die versteht unser Unbewusstes nicht. Vielleicht kennst du das Beispiel: Denk nicht an einen rosa Elefanten.
Was passiert, wenn du diesen Satz liest? Du siehst sofort einen rosa Elefanten vor dir. Genauso geht es deinem Unbewussten.

Deine Affirmationen sollten immer in der Gegenwart und in der Ich-Form formuliert sein.

Hier einige Beispiele für gute Affirmationen:

„Ich erlaube mir, stolz auf mich zu sein und meine Stärken zu sehen“

„Ich kümmere mich liebevoll um meinen Körper und meine Gesundheit.“

„Ich bin auf dem Weg, mich selbst zu akzeptieren und zu lieben.“

„Ich erlaube mir, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen.“

„Ich vertraue meiner Wahrnehmung und spreche meine Wahrheit aus“

„Ich setze selbstbewusst Grenzen und darf mir Raum für meine Bedürfnisse nehmen“

Wenn du noch mehr Anregungen für Affirmationen suchst, findest du hier über 500 davon: Liste positiver Affirmationen

 

So nutzt du Affirmationen im Alltag

Wenn du eine passende Affirmation gefunden hast, beginne mit der täglichen Wiederholung, Schreibe sie auf einen Zettel und platziere ihn an einer sichtbaren Stelle – am Spiegel, im Auto oder auf deinem Schreibtisch.

Alternativ kannst du sie als Hintergrundbild auf deinem Smartphone speichern.

Wiederhole deine Affirmation bewusst drei Mal hintereinander, morgens und abends. Am besten gleich nach dem Aufwachen und kurz vor dem Einschlafen. Dann kann das Unbewusste sie am besten aufnehmen.

Wichtig ist, dass du dir Zeit nimmst und den Satz bewusst verinnerlichst. Und die neuen Sätze über einen längeren Zeitraum wiederholst, bis du eine Veränderung wahrnimmst.

 

Affirmationen sind kraftvolle Werkzeuge der Veränderung 

Affirmationen sind mehr als nur positive Worte. Sie sind kraftvolle Werkzeuge, um deinen geistigen Garten zu pflegen und zum Blühen zu bringen. Mit der richtigen Affirmation und konsequenter Wiederholung kannst du deine Gedankenwelt positiv beeinflussen und ein erfüllteres, selbstbewussteres Leben führen. Fang noch heute an und bring deinen inneren Garten zum Erblühen.

Wenn du dir Unterstützung wünschst und mehr über die Glückskindstrategie wissen möchtest, dann buche gerne ein kostenloses Informationsgespräch mit mir. Hier kannst du deinen Termin gleich raussuchen. 

Herzliche Grüße

 

Alexandra

 

Portrait Alexandra Cordes-Guth

Alexandra Cordes-Guth Logo 

Alexandra Cordes-Guth begleitet Menschen mit viel Wertschätzung und Empathie
auf dem Weg ihrer beruflichen und persönlichen Veränderung und Entwicklung.

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