In diesem Sommer hatte ich oft das Gefühl, dass das Leben ein großes Geschenk ist. Wie eine Luftblase aus der Tiefe des Meeres an die Wasseroberfläche steigt – so bahnte sich diese Erkenntnis immer wieder ihren Weg in mein Bewusstsein.

Es sind oft die kleinen kostbaren Momente, in denen ich mich mit diesem Gefühl der tiefen Dankbarkeit und Ehrfurcht verbinden kann. Und mich mit etwas Größerem verbunden fühle, das über mich hinausgeht, von dem ich Teil sein darf.

 

Begegnungen mit dem Geschenk des Lebens

Besonders deutlich wird mir das oft in zwei Situationen. Wenn ich in der Natur bin und achtsam wahrnehme, was um mich herum gerade ist: Das zarte Zwitschern eines Vogels, das Rauschen der Blätter in den Bäumen, das Plätschern eines Baches, die Wärme der Sonne auf meiner Haut.

Und im Kontakt mit anderen Menschen, wenn ich tiefe Verbindung und Wertschätzung spüre. Durch einen Blick, durch ein freundliches Wort oder eine warme Umarmung. Dann wird das Leben für mich zu einem riesengroßen Geschenk. Manchmal so, dass ich vor Freude laut lachen könnten und manchmal auch so, dass ich Freudentränen spüre, weil ich gar keine Worte finde und es einfach in mir fließt.

Als ich zum Beispiel morgens im Urlaub gleich in der Frühe zum Schnorcheln ans Meer gelaufen bin. Nur fünf Minuten bis zum Strand, der noch fast menschenleer war. Eintauchen in das grünblaue kühle Meer, in eine andere Welt. Stille, die mich umgibt, Fische die sanft ihre Bahnen ziehen, manche in schillernden Farben, wie von Kinderhänden angemalt. In diesen Momenten unter Wasser war alles um mich herum ein großes Geschenk. Einfach da sein, dahinschweben und sich beschenken lassen von einer wunderbaren Welt.

Oder als eine Patientin sich vor meinem Urlaub von mir verabschiedete und bedankte, wir gemeinsam noch einmal auf die vergangenen Wochen schauten und alle die Entwicklungen und Transformationen, die sie durchlaufen hatte, wie Bilder auftauchen ließen. Und beide ergriffen waren, was auf dieser gemeinsamen Reise alles geschehen war. Das war ein Moment tiefer Verbundenheit. Ein großes Geschenk des Lebens an uns beide. Immer wieder erlebe ich im Kontakt mit anderen Menschen so wunderbare Momente.

Wann ist das Leben für dich ein Geschenk? Wann spürst du diese Momente und kannst den Blick und das Herz weit werden lassen? Was hilft dir dabei, dich dem zu öffnen.

 

Die Zauberkraft der Dankbarkeit

Letzte Woche hatte ich Geburtstag. Und spürte schon beim Aufwachen das Gefühl der tiefen Dankbarkeit in mir. Sie ist in den letzten Jahren in meinem Leben immer präsenter geworden. Ist zu einer Kraft geworden, die wie ein Zauberstab inneren Nebel auflösen und in Licht verwandeln kann.  Und das wirklich Magische: Es darf neben ihr auch Trauer da sein. Sie schließt alles ein, was ist.

Das durfte ich erleben, als ich morgens meinen ersten Geburtstags-Kaffee ganz alleine und in Ruhe trank – da kamen mir auf einmal die Tränen. Ich sah die Fotos von meinen Eltern, die beide nicht mehr leben und spürte die Sehnsucht meines inneren Kindes nach ihnen. Sie haben mir, trotz mancher Hürden und Schwierigkeiten, das Leben geschenkt. Und es war schön, diese beiden Gefühle einfach nebeneinander stehen lassen zu können. Denn das Geschenk des Lebens ist für mich, dass ich alle Gefühle fühlen und da sein lassen darf. Dass alles seinen Platz hat. Und jedes Gefühl für sich ein Geschenk ist.

 

Was dabei mir dabei hilft, das Geschenk des Lebens zu erkenen

Im Rückblick auf mein vergangenes Lebensjahr durfte ich viele Geschenke erkennen, die das Leben mir gemacht hat. Diese drei Punkte haben mein letztes Lebensjahr am meisten geprägt, mir Wachstum und Klarheit geschenkt.

  1. Die Erkenntnis: Alles ist gut.Durch einen Blogbeitrag von Tania Konnerth wurde mir bewusst, wie lange ich mit dem Ziel und der Idee durchs Leben gegangen bin, dass alles gut wird. Und dass genau das heißt, dass es noch nicht gut ist. Und wie viel heilsamer und entlastender der Gedanke ist: Alles ist gut. Darauf zu vertrauen, dass ich genau am richtigen Platz bin und das lerne, was ich gerade brauche. Immer mehr erkenne, welche Fülle da ist – in mir und um mich herum. Und mir damit ein Gefühl der Zu-Frieden-heit schenke und der Wertschätzung. Und damit der Liebe für mich selbst.

     

  2. Zu wissen: Ich kann den Strom meiner Gedanken wahrnehmen und anhalten
    Weil ich mit meinen Gedanken Gestalterin meines Lebens bin und selbst entscheiden kann, mit welchen Energien, mit welchen Farben, mit welchen Ideen und Visionen ich auf mein Leben schaue. Viele Jahre war mir das nicht bewusst. Dann erkannte ich, wie viel negative Überzeugungen ich aus Angst und Sorge entwickelt hatte. Fühlte mich oft wie in mir gefangen. Jetzt kann ich erkennen, dass ich nicht bin, was ich denke. Und dass ich meine Gedanken jederzeit verändern kann – mit Geduld und Liebe. Um liebevoll und mit Zuversicht meinen Weg gehen zu können. Und aus dem Drama meiner Gedanken jederzeit aussteigen kann ins Hier und Jetzt, in meine Kraft und meine Herzensweisheit. Mehr dazu kannst du in meinem Blogbeitrag “Entdecke die Kraft deiner Gedanken” lesen.
  3. Zu erleben: Heilsame Alltagsrituale öffnen innere Türen
    Weil es für mich Dankbarkeit, Zufriedenheit und ein Gefühl der Geborgenheit kein Zustand ist, den ich dauerhaft erreichen kann. Es ist eher eine Ebene, auf die ich mich immer wieder begeben kann. Mit der ich mich bewusst verbinden kann. Wenn ich täglich meiner Seele und meinem Körper Gutes tue, öffnet sich für mich die Tür dorthin. Morgens im Bett schon mit den Gedanken in den Tag starten, wofür ich dankbar bin, ein Mantra hören und vielleicht sogar mitsingen, eine Meditation machen, ein paar Yoga Übungen, einen Spaziergang und eine Joggingrunde durch den Wald. Um mich dort mit der heilsamen Kraft der Natur zu verbinden, die unsere größte Ressource ist.
    So wie heute Morgen, als ich beim Joggen vor einem Baum stehenblieb und auf dem Stamm in der Maserung auf einmal die Form eines Herzens erkennen konnte. Ich schenkte mir selbst einen Moment der Stille und betrachtete einfach dieses Herz, das aus dem Nichts aufgetaucht war. Und spürte genau in diesem Moment diese Verbindung mit dem großen Geschenk des Lebens.

 

Auch du bist ein Geschenk an die Welt

Je mehr ich erkennen kann, dass das Leben ein unglaublich großes Geschenk mit so vielen Facetten und Möglichkeiten ist, desto mehr kann ich auch erkennen und glauben, dass ich selbst ein Geschenk an die Welt bin – so wie du auch. So wie jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit und mit seiner Geschichte, seinen Verletzungen, seinen Gaben und Fähigkeiten ein Geschenk an die Welt ist.

Und ich wünsche mir, dass immer mehr Menschen das Leben und sich selbst als großes Geschenk zu sehen. Und wissen: Alles ist gut.

Herzliche Grüße – und mögest du dich oft daran erinnern, dass du ein einzigartiges Geschenk an die Welt bist.

 

 

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