Das magische Meer meiner Gedanken

Meine Kindheit war ein Meer voller Gedanken, die wie Luftblasen aus meinem Inneren in den Himmel meiner Welt stiegen. Es waren Gedanken, die eine Welt erschufen, in der alles magisch war. Der Mond, der mir zulächelte, wenn ich in der Dunkelheit nach Hause lief. In Gedanken machte ich ihn zu meinem Freund und Vertrauten, der mich behütete und begleite. Der Seestern, den ich am Strand im feuchten Sand fand und der mir mit seinem salzigen Geruch die Geschichte seines Weges durch das Blau des Meeres erzählte. Das gleichmäßige Schwingen der Schaukel, die mich in die Wolken trug, mich fliegen ließ und zur Superheldin meiner Träume machte.

Damals als Kind hatte ich die Fähigkeit, mit meinen Gedanken die Welt größer, wärmer, schützender und wunderbarer zu machen. Und irgendwann ging diese Fähigkeit verloren. Meine Gedanken wurden wie graue Nebelschwaden, die Gefühle von Beklemmung und Düsternis mit sich brachten. Sie verwandelten sich zu mahnenden Stimmen in mir, zu roten Warnlampen, die ständig aufleuchteten. Die Welt wurde von einem magischen zu einem gefährlichen Ort, an dem ich auf der Hut sein musste. Meine geheimen Vertrauten und Verbündeten wurden weniger – begraben unter den nüchternen Gedanken, die ich von den Erwachsenen um mich herum übernommen hatte.

 

 

 

Gedanken sichtbar werden lassen

Die meisten Menschen, die sich ihrer selbst bewusstwerden und ihre Gedanken sichtbar machen können, sind bestürzt. Weil sie entdecken, wie viel Warnungen, Ermahnungen, wie viel Kritik, Bewertung und Befürchtungen in ihren Gedanken-Nebel-Wolken verborgen sind.

Das ist der erste Schritt zu wirklichem Selbstbewusstsein: Zu erkennen, was man den ganzen Tag so vor sich hindenkt. Weil man damit seine Wirklichkeit kreiert, Gefühle und Verhalten erzeugt. Und die wunderbare und kraftvolle kindlich-intuitive Energie in uns immer mehr zum Verstummen bringt. Und sich so seiner größten und liebevollsten Kraft beraubt, die man hat, die einen auf dem Weg zu den eigenen Herzenszielen sicher führen kann.

 

Gedanken erzeugen unsere Wirklichkeit

Was sind eigentlich Gedanken? Man kann sie nicht sehen und nicht hören – aber sie sind da. Sie sind wie farbige Wolken am Himmel unseres Verstandes. Oder wie Fische im Meer unseres Unbewussten. Und sie haben eine unglaubliche Wirkung. Das was wir denken, wirkt sich in Sekunden auf unser körperliches Empfinden und unsere Energie aus.

Gedanken erzeugen unsere Wirklichkeit. Sie entscheiden oft darüber, ob wir unsere Herzensziele erreichen – oder in unseren Zweifeln stecken bleiben. Denn Gedanken erzeugen Gefühle – und Gefühle erzeugen Verhalten.

 

Die Gedankenprogramme in uns – und warum sie auch nützlich sind

Oft ist uns gar nicht bewusst, was wir gerade denken. Das ist eine faszinierende Fähigkeit unsers Unbewussten. Es hat jede Menge Gedankenprogramme in uns abgespeichert und sorgt dafür, dass wir die Vielzahl unserer Aufgaben so optimal bewältigen können. Wenn wir über jeden Schritt, jede Tätigkeit erst nachdenken müssten, könnte wir vieles nicht tun.

Es ist wie mit dem Autofahren. Am Anfang in der ersten Fahrstunde überkommt einen das Gefühl, dass das nicht zu schaffen ist: Kuppeln, Schalten, Gas geben, bremsen, Schulterblick, auf den Verkehr achten. Mir ging es so, dass ich nach der ersten Fahrstunde ziemlich mutlos war. Und nach wenigen Monaten ging alles ganz kinderleicht, ich musste gar nicht mehr nachdenken, welches Pedal ich jetzt brauche.

So ist es auch mit unseren Gedanken. Sie kamen vielleicht durch unsere Eltern oder Großeltern in unser Leben, oder durch Erfahrungen, die wir gemacht haben. Und wurden in unserem Unbewussten abgespeichert. Sobald im Außen ein Reiz da ist, zu dem der Gedanke passt, taucht er als Reaktion auf. Das passiert oft ganz automatisch.

Wer die Kraft seiner Gedanken positiv und aktiv nutzen möchte, muss deshalb zuerst einen inneren Stopp einlegen und wahrnehmen, welche Gedanken ihm da gerade durch den Kopf gehen.

Sobald uns unsere Gedanken bewusst sind, können wir erkennen, was uns antreibt oder blockiert. Und entscheiden, ob wir diesen Gedanken weiterdenken möchten – oder einen neuen einladen, der uns mit positiver Energie unterstützt.

 

 

 

Meine kleinen Piranha Gedanken am Ende des Tages

Mir ist neulich aufgefallen, dass ich Ende eines Tages oft denke, dass ich zu wenig von dem geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe. Dann wird es schwer in meinem Körper, ich schüttele innerlich den Kopf über mich und ganz schnell reicht dieser Gedanke einigen anderen die Hand: Du musst dich mehr konzentrieren, so kommst du nie ans Ziel, du lässt dich zu viel ablenken….

Wenn ich diesen Gedanken Raum gebe fühle ich mich nicht mehr wohl in meiner Haut. Ich möchte mich am liebsten verkriechen und alles hinwerfen. Diese Gedanken sind wie düstere graue Wolken, die sich über mich legen, die eine Schwere im Körper erzeugen. Und mir meine Freude und mein gesundes Selbstbewusstsein rauben.

Und mir ist beim Beobachten meiner Gedanken wieder klar geworden, dass ich die Wahl habe. Ich kann in meinem Meer des Unbewussten diese kleinen Piranha Gedanken, die an meinem Selbstbewusstsein nagen, munter weiter schwimmen lassen. Und mich wundern, warum mir die Energie und Freude fehlt. Oder ich mache sie mir bewusst, schaffe dadurch Raum und Distanz und kann erleben: Ich bin nicht, was ich denke. Es ist nur ein Gedanke. Und kann dann entscheiden, was ich stattdessen denken möchte. Und so für gute Energie in meinem Körper und in meinem Leben sorgen.

Ich habe mich dann entschieden, auf das zu schauen, was mir gelungen ist. Wirklich stolz zu sein und habe mich selbst ermutigt, geduldig zu sein und mein Ziel in kleinen, machbaren Schritten zu erreichen.

 

Hilfreiche Gedanken

Diese Gedanken haben mir dabei geholfen:
– Du hast schon sehr viel erreicht und wirst auch das schaffen
– Lass dir mehr Zeit und vertraue dir selbst
– Da war so viel gutes Feedback – es läuft richtig gut

Achte am besten selbst mal darauf, welche Gedanken dir guttun, welche dich stärken, dich durchatmen lassen, dir ein Gefühl von Entspannung in deinem Körper schenken. Und schreibe sie auf, sammele sie in einem Heft. Und schreibe sie auch gerne in die Kommentare und teile sie mit Anderen.

Man nennt diese positiven Gedanken auch Affirmationen. Eine Erklärung und Anleitung was Affirmationen sind und wie man sie findet und formuliert findest du hier

Ich konnte so am nächsten Tag mit mehr Gelassenheit an meinen Schreibtisch gehen, mich auf kleine Schritte zu konzentrieren – und mit mehr Freude und Leichtigkeit dabei zu sein.

 

Tauche wieder ein in das Meer deiner wunderbaren Gedanken

Wie wäre es, wenn du wieder eintauchen kannst, in ein Meer voller wunderbarer Gedanken, die das Kind von damals in sich trägt? Wie wäre es, wenn wieder die magischen Seiten des Lebens entdecken könntest und deine inneren Träumer, Idealisten und Visionäre an die Hand nehmen würdest? Für mich ist das ein kraftvolles Ziel. Dem ich in meinem Leben jeden Tag einen Schritt entgegengehe. Mit meinem inneren Kind an der Hand.

Wie du diesem Teil in die begegnen kannst, habe ich in diesem Blogbeitrag geschrieben: Der wichtigste Mensch in deinem Leben.

Wie du damit anfangen kannst? Halte deinen Alltag an, atme durch und nimm wahr, was du gerade denkst. Und das mindestens 3-mal am Tag. Und lass deine Gedanken freundlich vorüberziehen. Dann hast du den ersten wichtigen Schritt gemacht.

Alles Gute auf dem Weg zu einer wunderbaren Freundschaft mit dir selbst wünscht dir

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