Innere Blockaden lösen – so kann Schreiben dabei helfen

08 Mai 2022 | 0 Kommentare

Das Schreiben hat mir schon oft geholfen, die kleinen und großen Knoten in meinem Kopf und in meinem Herz zu entwirren.

Ich konnte innere Blockaden erkennen und sie durch das Schreiben aus einer neuen Perspektive betrachten und sie so lösen.

In diesem Beitrag erfährst du, was die Wissenschaft zur heilsamen Kraft des Schreibens herausgefunden hat. Und warum jeder Mensch schreiben kann.

Ich teile mit dir vier Schritte, mit denen du ganz leicht ins Schreiben kommen kannst – und 10 erprobte Satzanfänge, die deine innere Schreibquelle ganz schnell ins Fließen bringen.

 

Die Mohnblume ihre ihre Botschaft

Heute Morgen war ein magischer Moment. Ich bin beim Joggen an Wiesen und Feldern vorbeigekommen und da war sie: Die erste Mohnblume.

Sie hat sich sanft im Wind gewiegt, ein roter Punkt vor dem graublauen Himmel. Ich musste stehenbleiben und habe sie andächtig und voller Dankbarkeit betrachtet.

Und heute am Muttertag war sie ein Zeichen für die Kraft und Zerbrechlichkeit meiner Mutter, die vor 17 Jahren ganz plötzlich mit 60 Jahren gestorben ist.

Noch immer vermisse ich sie, habe Sehnsucht nach ihr. Und trauere darüber, dass sie als Kriegskind so viel Schmerz und Leid in sich trug und viele ihre Träume nicht verwirklichen konnte.

Zuhause habe ich über die Mohnblume geschrieben – und meine Mutter.

Meine Gefühle bekamen Raum und viele Erinnerungen wurden noch einmal sichtbar. Und es war sehr tröstlich, ihr beim Schreiben noch einmal Raum zu geben.

So viele Menschen denken, dass sie nicht schreiben können. Geht dir das auch so?

Dabei ist das Schreiben ein richtiges Zaubermittel, das uns auf dem Weg unserer Transformation leicht und liebevoll begleiten kann.

 

Beim Schreiben Lösungen finden

Wenn ich mich gedanklich im Kreis drehe, dann nehme ich immer öfter Stift und Papier und schreibe einfach drauflos.

Weil ich weiß, dass ich beim intuitiven Schreiben an meinen inneren Blockaden vorbei und mich durch sie hindurch schreiben kann. Zu meiner inneren Freiheit und Weisheit. Und es geht ganz leicht!

Wenn mir viele Dinge und Themen durch den Kopf gehen und ich nicht weiß, wo ich anfangen soll, dann schreibe ich.

Und merke durch die Energie des Schreibens, was wirklich wichtig ist und was gerade meine Aufmerksamkeit braucht.

Auch meinen Klienten im Coaching gebe ich immer wieder Schreibimpulse mit, durch die sie sich selbst und ihren Themen näherkommen. Und damit auch der Lösung, die in ihnen schon darauf wartet, entdeckt und in die Welt gebracht zu werden.

Ein verheddertes Gedanken-Knäuel entwirrt sich durch das Schreiben und ich entdecke wieder einen Lösungsfaden, dem ich folgen kann.

Rotes Wollknäuel

 

Ein magischer Prozess der Achtsamkeit 

Eine Kerze flackert im goldfarbenen Windlicht auf dem Tisch. Die Kaffeemaschine im Nebenraum zischt und surrt.

Leise Klaviermusik schwebt durch den Raum, vorbei an den Menschen, die leise miteinander sprechen, sich anlächeln, sich Geschichten erzählen.

Ein kostbarer Moment, weil ich ganz im Hier und Jetzt bin, verbunden mit mir und der Welt und den Menschen um mich herum.

Keine Gedanken über das, was war und über das, was sein wird.

Der Kugelschreiber in meiner warmen Hand gleitet über das karierte Papier und hält diesen Moment fest.

Meine flüchtigen Gedanken werden sichtbar und spürbar. Beim Schreiben male ich ein Bild auf das Papier. Mit Farben, die der Verstand nicht kennt.

Es sind Farben und Bilder des Herzens und der Seele, die ich beim Schreiben sichtbar werden lassen kann.

Es ist ein magischer Prozess der Achtsamkeit und der tiefen Verbundenheit mit mir selbst.

Frau mit zwei Blumen in der Hand im dämmrigen Blumenfeld als Sinnbild, wie Dankbarkeit unser Leben zum Erblühen bringt

 

Schreiben als Selbstcoaching 

Neulich schrieb mir eine Teilnehmerin meines Schreibmagie-Kurses: “ Es ist unglaublich und magisch, was da beim intuitiven Schreiben passiert. Immer wieder merke ich: Es schreibt mich.“

Das was sie da schreibt, ist ein Teil in ihrem Inneren, in ihrem Unbewussten, der durch den Rahmen des intuitiven Schreibens zum Vorschein kommt.

Der Verstand wird einfach überlistet und das assoziative Gedächtnis wird aktiviert.

Und das ist der Grund, warum das intuitive Schreiben ein sehr wirkungsvolles Mittel ist, um sich selbst zu coachen. Und sich selbst auf seinem Weg zu begleiten.

Durch das intuitive Schreiben können wir Impulse für unser persönliches Wachstum bekommen.

In meinem Blogbeitrag So kannst du Schreiben als Selbstcoaching nutzen“ erfährst du, wo das Schreiben als Selbstcoaching hilft und wie du es ganz praktisch nutzen kannst.

Mehr über die heilsame Wirkung des Schreibens und wie du sie für dich nutzen kannst, habe ich in den folgenden vier Punkten für dich zusammengefasst.

Denn: Jeder kann schreiben und in diese wunderbare Welt eintauchen.

 

#1 Die heilsame Wirkung des Schreibens

Der amerikanische Psychologe James Pennebaker war davon überzeugt, dass durch das Schreiben traumatische Erfahrungen geheilt werden können.

Mitte der 1980er-Jahren untersuchte er die von ihm entwickelte Methode des expressiven Schreibens.

Für den Test teilte er Studierende in zwei Gruppen ein und ließ sie schreiben: 15 Minuten lang und mehrere Tage hintereinander.

Die einen über ein belastendes Ereignis, einen Unfall, eine verlorene Liebe, die anderen über ein oberflächliches Thema wie ihre Zeitplanung.

Wer sich auf dem Papier emotional erleichtert hatte, fühlte sich in den fol­gen­den Monaten wohler und suchte seltener eine Ärztin oder einen Arzt auf.

Weitere Studien zeigten sogar messbare körperliche Ver­änderungen: Das Immunsystem wurde kräf­tiger, der Blutdruck sank.

Mit seinem Buch „Heilung durch Schreiben“ kann man Schritt für Schritt belastende Erlebnisse aufschreiben und verarbeiten.

Inzwischen haben viele Untersuchungen die positiven Effekte bestätigt. Doch wie wirkt Schreiben und warum?

„Schreiben ist zunächst eine Entlastung“, erklärt die Autorin und Schreib­therapeutin Professorin Silke Heimes von der Hochschule Darmstadt.

Schreiben schafft nicht nur ein Ventil für Gefühle. Sie lassen sich dadurch auch verarbeiten. „Man löst sich aus Grübelschleifen“, erklärt Heimes.

Im Formulieren finden die Gedanken eine Struktur. Das Innere bahnt sich ­einen Weg nach außen, tritt einem als etwas Fassbares gegenüber. Man kann den Text erneut lesen, analysieren, sich selbst erkennen.

„Man schreibt sich an sich selbst heran“, sagt Silke Heimes. Ihr Buch „Ich schreibe mich gesund“ ist ein 12-Wochen Programm, mit dem man durch das Schreiben für körperliches und emotionales Wohlbefinden sorgen kann.

Hand mit Stift und ein Notzibuch

 

 

#2 Jeder kann schreiben

Viele meiner TeilnehmerInnen sagen am Anfang: Ich kann nicht schreiben. Sie denken an ihre Schulzeit zurück, erinnern sich an Grammatik, Rechtschreibung, rot korrigierte Aufsätze.

Beim intuitiven Schreiben entdecken sie eine magische Schreibkraft in sich. Sie kommen in einen inneren Flow, der Freude und Leichtigkeit schenkt und für Glücksgefühle sorgt.

Die alten Ängste vor dem Schreiben lösen sich auf und eine natürliche Kreativität, die in jedem Menschen wohnt, nimmt sich Raum

Das Schreiben wird zu einer Quelle, aus der sie schöpfen können. Aus der sie Antworten aus ihrem Inneren bekommen, die ihnen Mut für die nächsten Schritte macht.

Eine Quelle, die ihnen das wunderbare Wesen spiegelt, das in ihrem Inneren Zuhause ist. Und das wir oft überhören und übersehen, weil der innere Kritiker dafür keinen Raum mehr lässt.

Es gibt verschiedene Wege, die zu dieser inneren Quelle führen. Um diese Wege zu erkunden, ist die wichtigste Voraussetzung, dass wir einfach alles, was wir in der Schule zum Thema Schreiben gelernt haben, über Bord werfen und nicht über Grammatik und Rechtschreibung nachdenken.

Und auch nicht darüber nachdenken, was wir gleich schreiben werden.

Denn das heilsame Schreiben geschieht durch die Verbindung mit unserer Intuition, unserer inneren Weisheit und fließt aus uns heraus, auf das Papier.

Jeder Mensch ist ein intuitives Wesen und deshalb kann auch jeder Mensch schreiben. Es ist wie eine angeborene Fähigkeit, die wir in uns tragen und die wir mit den folgenden vier Schritten freilegen können.

Füller und geschriebene Wörter

 

 

#3 Vier Schritte für das intuitive Schreiben

Das was das intuitive Schreiben immer wieder so magisch macht: Dass die Intuition Raum bekommt und wir uns beim Schreiben automatisch mit ihr verbinden.

Der erste Schritt, der dabei hilft, mit der Intuition in Kontakt zu gehen, ist die Herzmeditation vor dem Schreiben.

Mit ihr kommen wir vom Verstand zu unserer Intuition und können entspannt mit unserer Schreibmagie beginnen. Hier kannst du sie dir anhören:

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Der zweite Schritt sind assoziative Impulse, bei denen es zuerst nur um das Sammeln von Begriffen und Eindrücken geht.

Der Verstand hat kein Ziel, auf das er sich ausrichten kann und soll. Keine Frage, auf die er eine Antwort liefern muss.

Wenn wir assoziativ denken, verbinden wir uns blitzschnell mit unserem Unbewussten und fördern Gedanken zutage, die eine erstaunliche Weisheit und viele verschüttete Erinnerungen in sich tragen können. Dazu kann man sich beispielsweise fragen.

Wenn ich im Moment eine Pflanze wäre, welche wäre das? Und zu der Pflanze, die auftaucht, einen Text schreiben. Und was hier ganz wichtig ist: Der erste Gedanke ist immer der beste Gedanke. Denn er kommt aus der Intuition.

Der dritte Schritt ist eine zeitliche Begrenzung. Dann bleibt keine Zeit, um lange über das nachzudenken, was wir schreiben wollen. Sondern wir schreiben einfach das auf, was aus unserem Inneren auftaucht. Und erkennen dabei immer mehr: Es gibt beim Schreiben kein richtig und falsch. Es muss kein Ergebnis entstehen.

Es geht um den Prozess, den das Schreiben möglich macht. Und gerade durch diese Absichtslosigkeit bekommt unsere Intuition Raum und schickt uns ihre wundervollen und weisen Botschaften.

Konkret heißt das: Die Schreibzeit beim ersten Schreibimpuls kann bei 2-3 Minuten liegen. Und für weitere Texte reichen 10 – 15 Minuten. Mehr Zeit brauchen wir in der Regel nicht, um der inneren Schreibmagie Raum zu geben.

Der vierte Schritt für die Schreibmagie ist die Verdichtung. Seine eigenen Texte am Schluss noch mal überfliegen und daraus zwei bis drei Sätze zu schreiben, die die Essenz sichtbar machen.

Denn auch hier sollen und können wir wieder unserer Intuition vertrauen, in kurzer Zeit das aufschreiben, was für uns der Kern des Textes ist.

Stift und Notizbuch auf einem Tisch und ein halb sichtbare Kaffeetasse

 

#4 So kannst du mit deiner Schreibmagie beginnen – 10 Schreibimpulse

Hier sind ein paar konkrete Impulse, mit denen du in die Schreibmagie eintauchen kannst:

Hör die zuerst die Herzmeditation an und wähle einen dieser Satzanfänge aus, zu dem du 5-10 Minuten schreibst:

  1. Heute bin ich…
  2. Heute beim Wachwerden…
  3. Mein Körper sagt mir…
  4. Die Menschen, die mir gestern begegnet sind…
  5. Manchmal möchte ich gerne…
  6. Wenn ich im Moment ein Tier wäre, dann wäre ich…
  7. Es wird Zeit…
  8. Wenn ich durchatme…
  9. Was ich unbedingt noch erleben möchte…
  10. Wenn ich mit meiner Seele spazieren gehe…

Überfliege den Text nach dem Schreiben und fasse seine Essenz in zwei bis drei Sätzen zusammen. Und lass dich von der Botschaft überraschen, die eine innere Schreibmagie für dich bereithält.

Viel Freude beim Schreiben

 

Schreib-Seminare und Coaching

Wenn du die Kraft des intuitiven und kreativen Schreibens als Möglichkeit des wirkungsvollen Selbstcoachings kennenlernen möchtest: Ich biete regelmäßig Schreibkurse und Workshops dazu an. Hier findest du Infos dazu.

Und wenn du dir Begleitung auf deinem Weg suchst und gemeinsam mit einem Mentor Antworten auf deine aktuellen und drängenden Fragen finden möchtest, dann buche gerne einen kostenlosen Gesprächstermin mit mir. Hier gleich buchen.  Herzliche Grüße

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