So erstellst du eine Löffelliste und schenkst dir selbst Flügel

24 April 2021 | 4 Kommentare

Wie du eine magisch, inspirierende Löffelliste erstellen kannst – und wie sie deinem Leben neue Energie und wunderbare Perspektiven geben kann.

Was für ein schöner Spaziergang, dachte ich. Der Bodensee im milden Frühlingslicht mit glitzernden Sonnenfunken auf dem dunkelblauen Wasser. Die Berge noch schneebedeckt zum Greifen nah.

Aber unsere Gespräche schluckten viel von der wohltuenden Energie um uns herum. Es ging mal wieder um Corona und es schienen sich alle Spaziergänger um uns herum darüber auszutauschen. Überall die gleichen Wortfetzen, die durch die Luft schirrten: Lockdown, Homeoffice, Impfungen, falsche Entscheidungen, Inzidenz, Ausgangssperre…

Und mein freies inneres Kind schüttelte traurig den Kopf und schaute sehnsüchtig über den See in die Berge, in die Wolken – in eine bunte Zukunft. Es hatte keine Lust mehr auf diese immer gleichen Gespräche, die frustrieren und mutlos machen. Denn das freie innere Kind ist munter und mutig und neugierig.

Es wollte über seine Träume sprechen, seine Hoffnungen, seine Ziele und Visionen, die in ihm schlummern und ausgesprochen werden wollen. Zum Glück konnte ich es hören – und gab ihm Raum.

 

Die Schöpferkraft der Löffelliste 

Ich fragte meinen Mann und meine Tochter, welche Dinge noch auf ihrer Löffelliste stehen und erzählte ihnen von meinen. Mein Herz ging auf und ich fing an zu träumen.

Die unlösbaren Probleme rückten in den Hintergrund und meine eigene Schöpferkraft floss wie eine warme, wohltuende Energie durch meinen Körper. Die Welt dehnte sich aus und wurde zu einem Ort voller Möglichkeiten.

Immer wieder sahen wir uns strahlend an und beflügelten uns gegenseitig mit unseren Ideen. Mein inneres Kind atmete durch und, fühlte sich gesehen und gehört.  Und unser gemeinsamer Spaziergang wurde zu einer Zeit der Begegnung und der Verbundenheit.

 

Die Löffelliste sät Hoffnungsamen für unsere Zukunft

Welche Träume gehören auf deine Löffelliste? Was möchtest du nicht unter dem Corona Nebel ersticken lassen und als kleinen Hoffnungssamen für deine Zukunft säen?

Ein paar Dinge von meiner Löffelliste:

  • Drei Monate im Jahr in einem Haus am Meer leben und schreiben
  • Mit meinem Mann ein Haus bauen
  • Mit meiner Tochter, meiner Schwester und meinem Bruder nach Bali reisen und Yoga machen
  • Einen Hund an meiner Seite haben
  • Ein Kinderbuch schreiben
  • Mit Delfinen schwimmen
  • Ein eigenes Hilfsprojekt für Kinder und Tiere ins Leben rufen
  • In einem Hospiz arbeiten
  • Land Art ausprobieren
  • Gesangsunterricht nehmen
  • Einen großen Online Schreib-Kongress machen für die heilsame Kraft des Schreibens
  • Ein kleine Segeltour auf dem Bodensee und der Ostsee
  • Ein Hüttenwochenende mit meinen liebsten Freundinnen – und meiner Schwester
  • Mit dem Fahrrad die Donau entlang
  • Ein Stück vom Jakobsweg laufen
  • Geschichten von mutigen Menschen aufschreiben, die an ihren Lebenskrisen gewachsen sind
  • Ein Kartenset selbst machen
  • Eine Online Akademie mit gleichgesinnten KollegInnen gründen
  • Eine Kräuterwanderung machen
  • Ein ausführliches Genogramm meiner Familie erstellen
  • Ein Seminar in einem Kloster geben
  • Eine Ayurveda Kur in Europa machen
  • Ein Buch über die Delfinstrategie schreiben
  • Eine Woche vegan kochen

Wagst du zu träumen und dem freien inneren Kind in dir Raum zu geben? Willst du dich verbinden mit dieser unfassbar lebendigen, unstillbaren, sehnsüchtigen, kraftvollen Energie in dir? Dann schreibe deine eigene Löffelliste und aktiviere deine Schöpferkraft.

 

Was ist eine Löffelliste?

Was möchtest du noch erleben, bevor du stirbst? Diese Frage ist die Grundlage und Ausrichtung der Löffelliste. Der Begriff ist abgeleitet vom englischen – der „Bucketlist“. Sie stammt von der Redewendung „To kick the bucket“ und kann im Deutschen sinngemäß übersetzt werden mit „den Löffel abgeben“.

Bekannt ist die Löffelliste aus dem Film „Das Beste kommt zum Schluss“ (ruhig mal wieder anschauen) mit Jack Nicholson und Morgan Freeman.

Zwei sehr unterschiedliche Menschen werden am Ende ihres Lebens durch einen Schicksalsschlag Freunde. Und machen sich gemeinsam auf den Weg – mit ihren Löffellisten.

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Was bewirkt eine Löffelliste

Wenn wir uns mit unseren Zielen und Wünschen verbinden und ihnen Raum und Aufmerksamkeit geben, können sie Wirklichkeit werden.

Selbstbewusstsein heißt auch, sich bewusst zu sein, was ich in diesem Leben noch will, was mich glücklich macht.

Selbstbewusstsein heißt, sich bewusst zu machen, was mir hilft, meine Komfortzone zu verlassen und immer mehr in mein größeres Ich hineinzuwachsen.

Mir meiner Selbst immer mehr bewusst zu werden, mit allen bunten, verrückten, sehnsüchtigen, wilden, ausgelassenen, kreativen Seiten in mir.

Mit dem Fokus auf die eigenen Wünsche und Ziele aktivieren wir unser inneres Navigationssystem in die richtige Richtung. Damit das passiert ist es wichtig, diese Ziele auch aufzuschreiben. Dann verankern sie sich nachhaltig in unserem Gedächtnis und wir können sie immer wieder nachlesen.

 

Wie finde ich Ziele für meine Löffelliste?

Eine gute Anregung für die eigene Löffelliste:  Schau dir deine verschiedenen Lebensbereiche an und überlege dir, was du dir für diesen Bereich wünschst, was sich hier noch entwickeln soll, was du erreichen möchtest.

Erlebnisse: Welche Orte willst du sehen? Was willst du unternehmen? Welche Erfahrungen willst du machen?

Vermächtnis: Woran sollen sich Menschen nach deinem Tod erinnern, wenn sie an dich denken? Was willst du der Welt hinterlassen?

Materielles: Welche finanziellen Ziele willst du erreichen? Was möchtest du besitzen?

Beziehungen: Wie willst du deine Beziehung zu deinen Freunden, Kindern, Eltern, Kollegen gestalten?

Liebe: Welche Wünsche hast du an eine Partnerschaft?

Wachstum: Welche Fähigkeiten willst du lernen? Was willst du wissen und können?

Gesundheit: Welche Ziele und Pläne hast du für deine körperliche, psychische und spirituelle Gesundheit?

Zurückgeben: Wie willst du dich für eine bessere Welt engagieren? Wo möchtest du ehrenamtlich aktiv werden?

Diese Anregung stammt aus dem Blogbeitrag „Bucket List 2.0. Damit die Liste wirklich beim Glücklichsein hilft“.

 

 

Auch kleine Ziele sind erlaubt

Es müssen nicht nur die ganz großen Ziele sein, die du auf deine Liste schreibst. Es können auch kleinere Dinge sein, die du in den nächsten Tagen und Wochen gerne machen möchtest. (Aber es sollten auch größere dabei sein, die die aus deiner Komfortzone in die Wachstumszone bringen.)

Mir geht es so, dass ich mich selbst immer wieder daran erinnern muss, was neben all meinen Pflichten und To dos noch erlebt werden will. Dinge, die mein Herz erfreuen und mich mit meinem inneren Kind verbinden.

Zum Beispiel: Diesen Sommer auf den Hochgrat wandern. Die Esel in meiner Nähe besuche. Neue vegetarische Brotaufstriche ausprobieren. Meine Freundin und meine Familie in Hamburg bald besuchen. Diesen Sommer noch einmal ans Meer fahren. Eine Wanderung im Allgäu durch die Frühlingslandschaft machen. Ein Picknick am Bodensee.

 

Der Blick zurück auf die eigenen Träume 

Wenn es dir schwerfällt, Dinge für deine Löffelliste zu finden, dann schreib zuerst mal eine Löffelliste im Rückblick auf dein bisheriges Leben.

Welche kleinen und großen Träume hast du schon verwirklicht oder welche sind in Erfüllung gegangen. Gehe dein Leben in Zehnjahresschritten durch.

Du kannst dazu auch eine Lebenslinie malen und für jeden Zehnjahresabschnitt einen Abschnitt einzeichnen. Und dann auf der Linie eintragen, in welchem Lebensalter / welchem Jahr sich welche Träume erfüllt haben.

Dieser Blick auf das eigene Leben inspiriert Menschen dabei, neue Träume zu entdecken.

 

Fragen für die Löffelliste, die den Verstand austricksen

Bei den Fragen nach unseren Träumen mischt sich gerne der Verstand mit seinen Einwänden ein. Deshalb ist es oft gut, über die gewohnten Grenzen hinauszudenken.

Gute Fragen dafür sind:

Was würdest du tun, wenn du kein Geld bräuchtest und jede Menge Kraft Zeit und Energie hättest?

Wenn du nur noch ein Jahr zu leben hättest, was würdest du auf jeden Fall noch tun und erleben wollen?

Mal angenommen, du wirst 102 Jahre alt. Auf was möchtest du in deinem Leben zurückblicken können?

Was wäre das größte Geschenk, das du dir selbst machen könntest?

 

Der Start zu deiner eigenen Löffelliste

Fang mit einem Brainstorming an. Mach eine Mindmap und schreibe über mehrere Tage alles auf, was dir einfällt. Sprich mit anderen Menschen darüber und frage sie, was sie auf ihre Liste schreiben würden. Recherchiere im Internet. Es gibt jede Menge Anregungen.

Mach zwischendurch immer wieder die Herzmeditation (hier kannst du sie dir auf You Tube anhören), verbinde dich mit deiner Intuition und lass dich von deiner inneren Weisheit inspirieren.

Schau dir schöne Bilder auf Pinterest an und schreibe auf, welche Assoziationen es dort für deine Löffelliste gibt, was dich berührt und anspricht.

Wenn du Ideen gesammelt hast, dann fang an, deine Liste zu erstellen. Eine klassische Löffelliste hat in der Regel 100 Punkte. Du kannst aber auch mit 10 oder 20 Punkten beginnen. Oft ist es allerdings nur der Verstand, der uns sagt, dass es schwierig ist, 100 Dinge zu finden…

Such dir dann die ersten drei Ziele aus, für die du jetzt die ersten Schritte gehen kannst.
Denn das ist das Wichtige an der Löffelliste: Das wir unsere Träume nicht vor uns herschieben. Sie wollen gelebt werden.

Vielleicht denkst du jetzt, dass in Zeiten von Corona die Umsetzung der eigenen Träume schwierig ist. Dann schau, was jetzt möglich ist. Und erlaube dir zu glauben, dass für die anderen Träume die richtige Zeit bald kommen wird.

Häng deine Liste auf und schau sie dir immer wieder an, damit sie nicht in Vergessenheit gerät. Und teile der Welt mit, wenn du einen deiner Träume verwirklicht hast.

 

Träume schenken uns Flügel

Gerade in Zeiten, in denen uns im Außen Grenzen gesetzt werden ist es wichtig, sich nicht von den Begrenzungen und Schwierigkeiten in seinen Träumen ausbremsen zu lassen.

Spüre nach, welche Träume dich beflügeln, die Energie, Kraft und Mut schenken. Und gib ihnen Raum.

Schreib gerne in den Kommentar, welche Träume den Weg auf deine Löffelliste gefunden haben. Tauscht euch aus und inspiriert euch. Stellt Fragen, wenn ihr Infos und Hilfe für eure Träume braucht.

Viel Freude mit deiner Löffelliste und herzliche Grüße

Portrait Alexandra Cordes-Guth

Alexandra Cordes-Guth Logo 

Job- und Businesscoaching für Fach- und Führungskräfte
und selbstständige UnternehmerInnen.

Alexandra Cordes-Guth begleitet Menschen mit viel Wertschätzung und Empathie auf dem Weg ihrer beruflichen Veränderung und Entwicklung. 

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4 Kommentare

  1. Hallo Alexandra,

    es ist erstaunlich, dass ich dir tatsächlich dabei helfen könnte, einige Punkte auf deiner Löffelliste zu erleben. Ganz einfach dadurch, dass ich dir eine Ferienwohnung zur Verfügung stellen würde. Vorausgesetzt, es würde wieder gehen und du würdest es wollen.

    Für mich selbst habe ich im Moment eine sehr kleine Löffelliste. Sie besteht nicht darin, das ich noch zusätzlich etwas erleben will, sondern darin, dass ich jeden Augenblick genießen möchte. Sollten sich aber in mir drin doch in der nächsten Zeit wieder ein paar Wünsche den Weg bahnen, so schreibe ich sie mir ganz bestimmt in mein Tagebuch, damit ich sie nicht vergesse.

    Liebe Grüße
    Edith

  2. Liebe Alexandra,
    was für wunderschöne Gedanken Du mir mit Deiner Löffelliste an die Hand gibst. Ganz herzlichen Dank dafür. Von der Löffelliste habe ich schon oft gehört, doch konkrete Impulse, wie hier bei Dir, fehlten mir und so blieb es immer beim Vorsatz: „Das mache ich schon mal“. Doch jetzt werde ich mein „Hirni“ damit füllen.
    Ganz liebe Grüße
    Margaretha

  3. Liebe Margaretha, dann wünsche ich dir viel Freude beim Erstellen deiner Löffelliste.

  4. Liebe Edith, oh wie spannend. Das Universum schafft immer die richtigen Verbindungen. Ganz bestimmt melde ich mich mal wegen deiner Ferienwohnung. Und du hast Recht: Neben der Löffelliste ist es immer wichtig und heilsam, den jetzigen Moment zu genießen. Voll Dankbarkeit im Hier und Jetzt zu sein. Das ist für mich die Basis einer Löffelliste. Sie soll nicht aus dem Gefühl von Mangel und Unzufriedenheit entstehen, sondern aus dem Gefühl der Fülle. Uns noch mehr bereichern und erfüllen. Nur so entwickeln wir die Energie, die Dinge auf unserer Liste auch umzusetzen. Aus der Kraft der Dankbarkeit. Liebe Grüße Alexandra

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