Wie du die Angst vor Veränderung in drei Schritten loslassen kannst

11 April 2017 | 0 Kommentare

Es gibt Menschen, die die Angst vor Veränderung loslassen und einfach neu beginnen können. Neulich habe ich in einem Film die Geschichte eines Managers gesehen, der sein Leben radikal geändert hat und jetzt auf einer Almhütte lebt und Touren durch die Berge anbietet.

Fragst du dich bei solchen Geschichten auch, was diesen Menschen dazu gebracht hat und wie er die Angst vor dieser großen Veränderung überwunden hat? Wünschst du dir auch immer wieder eine Veränderung in deinem Leben – aber findest nicht den Mut, den ersten Schritt zu gehen?

Dann lies in meinem Beitrag, wie eine Klientin von mir ihren Veränderungsweg in drei Schritten gegangen ist. Und jetzt ihr Leben und ihren Beruf mit neuer Energie und Freude lebt.

 

Wie die Angst vor Veränderung uns lähmt

Viele Menschen haben Angst vor Veränderung. Und bleiben in beruflichen Situationen, die sich für sie fruchtlos und kräftezehrend anfühlen.  Aber sie wagen gar nicht den ersten Schritt, weil die Angst vor der Unsicherheit haben, dem möglichen Scheitern.

Dabei geht es in einem Coaching erst mal nur darum, eine ehrliche Bestandsaufnahme zu machen, zu schauen, wo es fruchtbare Ansätze gibt, wo etwas Neues wachsen könnte. Und der Fantasie und den eigenen Träumen und Wünschen Raum zu geben.

Veränderung braucht sowieso immer Zeit und geht nicht von heute auf morgen. Aber schon auf dem Weg dorthin fühlt es sich wie ein zarter Frühlingstag an, der Hoffnung auf den Sommer macht. Bei manchen Menschen geschieht dann tatsächlich die große berufliche Veränderung, bei anderen führt es zu einer besseren Work-Life Balance, die wieder mehr Freude am Leben und der Arbeit bringt.

 

Die Geschichte von Lena – und wie sie ihren Weg der Veränderung fand

So wie bei Lena, einer Klientin von mir. Eine sympathische, strahlende Frau, die einen mit ihrer positiven Energie ansteckt wie eine frische Brise, an einem heißen Sommertag. Sie kam zu mir, weil ihr Körper streikte und ihr nach einer heftigen Erkrankung klar wurde, dass sie etwas ändern musste.

Lena ist Krankengymnastin mit eigener Praxis in einer quirligen Kleinstadt. Sie liebt ihren Beruf, ihre Kunden fühlen sich bei ihr gut aufgehoben, weil sie das was sie tut, mit Leidenschaft und Begeisterung macht und daran glaubt, dass sie an ihrem Platz wirklich etwas bewegen kann.

Sie macht als Ausgleich Musik, hat einen großen Freundeskreis, ist glücklich verheiratet und hat drei Kinder. Aber warum war sie trotzdem aus dem Lot geraten, fühlte sich erschöpft und ausgelaugt?

Der erste Schritt: Kraftquellen entdecken und Grenzen setzen

Zu Beginn des Coachings sagte sie, Sie hätte das Gefühl, mehr durchzuhalten als zu leben. Sie wünschte sich einen besseren Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit und wieder mehr Zeit für sich. Und sie wollte ihre Grenzen besser wahrnehmen, sie auch verteidigen können und auf ihre eigene Gesundheit achten

Gemeinsam schauten wir im ersten Schritt, wo die Stressquellen in ihrem Leben sind und wie sie ihre Kraftquellen wiederentdecken kann. Sie übte in kleinen Schritten, sich mehr abzugrenzen und konnte nach kurzer Zeit ihre beruflichen Termine eingrenzen.

Das war für sie schon ein großer Fortschritt. Sie lernte, mehr auf die Signale ihres Körpers zu achten und so schon frühzeitig ihre eigenen Grenzen wahrnehmen.

Der zweite Schritt: Die Macht unserer Glaubenssätze

Im zweiten Schritt wurde ihr klar, dass das, was sie im Außen an Stress und Überlastung erlebte, viel mit ihren eigenen Gedanken und Glaubenssätzen zu tun hatte. (Mehr dazu liest du in meinem Blogbeitrag Entdecke die Magie deiner Gedanken)

In ihrer Herkunftsfamilie hatte sie gelernt, dass man es allen recht machen muss, nicht so viel an sich selbst denkt und sich zurücknimmt. Es hatte andere in der Familie gegeben, denen nicht gut ging, deshalb war das ihre Überlebensstrategie, mit der sie sich anpasste und ihren Platz einnahm. Dieser Glaubens-Überlebens-Satz wirkte in ihr nach.

Das geht vielen Menschen so. Diese Sätze prägen uns als Kinder, wandern in unser Unbewusstes und sind wie Leitplanken für unser Leben, an denen wir uns orientieren.

Als Lena diesen mächtigen Glaubenssatz, „Mach es allen recht“, erkannt hatte, konnte sie ihn verabschieden und Stück für Stück durch einen neuen ersetzen: „Ich darf auf meine Grenzen achten und nein sagen“. 

Stück für Stück kam Bewegung und Veränderung in ihr Leben. Es gab auch Stillstand und Rückschritte. Wenn sie zu oft ja sagte obwohl sie ein nein in sich spürte. Oder sich wieder fragte, was die Anderen denken würden. Es war so wie in den Jahreszeiten, in denen es auch nicht unablässig blüht und Früchte trägt.

 

Der dritte Schritt – Wertschätzung für sich selbst Raum geben

Aber ihr Körper erholte sich immer mehr und sie hatte schließlich das Gefühl, wieder ihr Leben leben zu können. Eigentlich war sie so zufrieden. Und spürte doch, dass für sie noch ein Schritt fehlt. Eine größere Veränderung in ihrem Beruf.

Sie erkannte im dritten Schritt, dass sie durch den Veränderungsprozess eine neue Wertschätzung für sich und ihre Arbeit entwickelt hatte. Und auch hier auf eine neue Ebene kommen wollte. Noch mehr ihr Leben leben wollte und der Wertschätzung, die sich in ihr entwickelt hatte, auch im Außen Raum geben wollte.

Sie wünschte sich Patienten, die bereit waren, ihren Teil beizutragen, sie wollte mehr Qualität und weniger Quantität. Und obwohl ihr Verstand erst viele Einwände hatte, bei denen es vor allem um die finanzielle Sicherheit ging und darum, was die Anderen denken könnten, wagte sie einen großen Schritt. Sie gab ihre Kassenzulassung zurück und bot nur noch private Leistungen an.

Für diesen großen Schritt hatte sie vorher viele kleine zu sich selbst gemacht, wichtige Bereiche in ihrem Leben beleuchtet und immer wieder kleine Dinge und Gewohnheiten verändert. Um schließlich zu spüren, dass jetzt ein großer Schritt ansteht. 

Und mit neuer Energie und Klarheit ließ sie eine neue Homepage machen, schrieb den Patienten einen Brief und machte ihre Veränderung schnell sichtbar – mit Erfolg. Sie konnte jetzt weniger arbeiten, empfand mehr Qualität in der Arbeit und erlebte viel Wertschätzung für ihren Schritt.

Und konnte sich von denen, die kein Verständnis dafür hatten, mit neuem Selbstbewusstsein abgrenzen und es bei ihnen lassen. Mit dem Satz: „Ich mach es auf meine Weise und du auf deine“.

 

Veränderungen entfalten sich oft ganz zart – und dann mit voller Kraft

Lena hat sich auf den Weg gemacht, erst ihren inneren Veränderungsprozess wachsen lassen – und daraus entwickelte sich die Energie für die Veränderung im Außen. An die sie zuerst gar nicht gedacht hatte. Und sie sagte mir immer wieder, wie froh sie war, diese Zeit für sich selbst in den Stunden bei mir gehabt zu haben. Wie überwältigt sie oft von dem war, was sie in sich entdeckte.

Und wie viele Veränderungen sich ganz zart in ihrem Leben entfaltet hatten. So wie die Sonnenblumen, die erst in der Erde keimen, als zartes Pflänzchen ihren Weg finden – und dann ihre volle Größe, Schönheit und Kraft entfalten.

 

Was die Veränderung bewirkt – und was wir wirklich bereuen

In meinem eigenen Leben hat es auch schon viele berufliche Veränderungen gegeben. Mich hat dabei oft ein Zitat begleitet:

„Am Ende unseres Lebens werden wir vor allem die Dinge bereuen, die wir nicht getan haben“.

Immer wieder habe ich selber erlebt, wie die Veränderung sich leise ihren Weg bahnt, mitten im inneren Winter, wenn die Ahnung auf den Frühling tief in uns vergraben ist.

Dann habe ich mich an die vielen Früchte meines Lebens erinnert, die ich schon ernten durfte, an die überwältigenden Frühlingszeiten, in denen etwas Neues aufbrach und mein Leben bunter und glücklicher machte.

Einem Veränderungsimpuls in sich nachzugehen, bringt immer etwas hervor, dass uns zu dem werden lässt, der wir in unserem Inneren schon sind.

So wie die kleinen Sonnenblumen, die ich vor drei Wochen als Kern in die Erde gelegt habe und die jetzt schon mit einem zarten Stil und Blättern ihrer vollen Größe entgegenwachsen.

Welchen Veränderungsimpuls gibt es gerade in dir, dem du gerne nachgehen würdest? Was bräuchtest du, um den ersten Schritt zu tun?

Viel Kraft und Frühlingsenergie für deine Veränderungswünsche wünscht dir

Portrait Alexandra Cordes-Guth

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Alexandra Cordes-Guth begleitet Menschen mit viel Wertschätzung und Empathie
auf dem Weg ihrer beruflichen und persönlichen Veränderung und Entwicklung.

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