Die Menschen, die zu mir ins Coaching kommen, haben scheinbar ganz unterschiedliche Anliegen. Letztes Jahr habe ich mir einen Tag Zeit genommen, den Fragebogen, den meine Klienten am Anfang bekommen, zu analysieren um herauszufinden, was die Hauptthemen sind. Ich wollte wissen, was die Schmerzpunkte der Menschen sind, die zu mir kommen. Es zeigte sich, dass es um mehr Selbstbewusstsein, besser Grenzen setzen und mehr Gelassenheit geht. Scheinbar sehr allgemein Themen. Aber genau die Themen, die einen Menschen immer wieder in seinem Innersten beschäftigen und herausfordern. Die ihn an seine Schmerzpunkte bringen, die er klären muss, wenn er sich weiter entwickeln will und erfolgreich sein möchte.

Auch mich beschäftigen diese Themen auf meinem Weg immer wieder. Unter Druck gelassen bleiben, die Vielzahl der Aufgaben bewältigen können, das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden, mich nicht mit anderen vergleichen – und denken, dass ich nicht gut genug bin. Immer wieder tauchen diese Hürden auf und wollen in mein Leben integriert werden.

Aber ich kann ihnen inzwischen auf Augenhöhe begegnen, fühle mich ihnen nicht ausgeliefert, habe einen ganzen Werkzeugkasten voller Methoden und Übungen, die mir helfen, konstruktiv damit umzugehen.

 

Wie ich einen Zugang zur Meditation fand – und warum es erst so schwer war

Eines meiner wirkungsvollsten Werkzeuge möchte ich Ihnen weitergeben: Meditation und Achtsamkeit. Es hat viele Jahre gedauert, bis ich meinen Zugang gefunden habe. Meditation hat mich schon lange interessiert und ich hatte auch schon ein paar Anläufe genommen. Aber nicht den Weg dorthin für mich gefunden. Das stille Sitzen passte für mich nicht. Diese Art der Meditation löste in mir eher Beklemmung aus. Warum das übrigens vielen Menschen passiert, dazu sage ich in meinem Online-Kurs, der bald startet, noch mehr.

Ich las viele Bücher, schaute mir Seminarangebote im Internet an, versuchte meine Form zu finden. Schwierig fand ich, dass vieles sehr dogmatisch auf mich wirkte. Oder gleich einen so esoterischen Anstrich hatte, dass ich mich nicht wiederfand. Ich wollte eine Form der Meditation, die meinen Druck nicht noch erhöhte und mit der ich mich anfreunden konnte – ohne Räucherstäbchen und strenge Disziplin.

Durch einen Kollegen fand ich endlich den Einstieg. Vor fast 20 Jahren gab es noch Kassetten – und eine solche gab mir mein Kollege Wolfgang mit, als ich ihm erzählte, dass ich eine geeignete Form der Meditation für mich suchte. Es war wie ein Zugang zu einer anderen Welt. Ich konnte mich hinlegen, musste nicht sitzen und meine Rückenschmerzen aushalten und mich von einer freundlichen Stimme eine halbe Stunde lang an die Hand nehmen lassen. Danach war ich entspannt, zuversichtlich und hatte neue Energie. Diese Kassette zu hören wurde für mich zu einem regelmäßigen Ritual und öffnete mir die Türe in noch viele andere Formen der Meditation.

 

Meditation heißt: von Innen heraus loszulassen

Ich durfte die Erfahrung machen, dass Meditation viel mehr ist, als das, was wir uns oft darunter vorstellen. Und erlebe heute auch in meinen Seminaren, wie gut es den Teilnehmern tut, die äußere Welt für einen Moment anzuhalten, ihren eigenen inneren Raum zu betreten, der voller Ruhe, Freundlichkeit, Mitgefühl und Weisheit ist. Es tut gut, von innen heraus loszulassen, neue Kraft zu bekommen und erfrischt in den Alltag zurückzukommen.

Für mich ist Meditation die Möglichkeit, meine Gedanken zur Ruhe zu bringen, sie vielleicht sogar anzuhalten und für eine gewisse Zeit einfach nur „zu sein“. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie der ständige Strom der Gedanken sich verselbstständigt und durch meinen Kopf und mein Leben rauscht. Es ist  wissenschaftlich erwiesen, dass unsere Gedanken Gefühle erzeugen und somit auch Wirkung auf unser körperliches Befinden haben. Also auch, wie entspannt oder angespannt ich bin.

 

Die Wissenschaft sagt: Meditation sorgt für mehr emotionale Intelligenz

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich auch die Wissenschaft mit der Wirkung von Meditation auf das menschliche Gehirn und den Körper. So konnte nachgewiesen werden, dass Menschen, die regelmäßig meditieren, negative Erlebnisse schneller und „emotional intelligenter verarbeiten können: Hier ein Auszüge aus zwei Artikeln:

Forscher der University Wisconsin führten an ihren Probanden Hirnstrommessungen mittels EEG durch. Sie entdeckten, dass sich mit zunehmender Meditationspraxis das Aktivitätsmuster bestimmter Hirnteile über der Stirn veränderte, die für die Verarbeitung negativer Gefühle von Bedeutung sind. So war bei den Versuchspersonen vor Beginn des Meditationstrainings der rechtsseitige Hirnteil aktiver, bei späteren Messungen nach acht Wochen und schließlich nach vier Monaten regelmäßigem Meditationstraining verlagerte sich die elektrische Aktivität zunehmend auf den linken Hirnteil.

Hohe Aktivität in dieser Region, so die Wissenschaftler, weise nach den heutigen Erkenntnissen der Neurophysiologie auf eine bessere Fähigkeit zur effizienten, raschen Bewältigung von negativen Ereignissen und Stress hin – die Probanden könnten also auf “emotional intelligente” Weise mit Angst und Frustration umgehen.

Artikel aus dem “Stern”, Autor Holger Kaube. Hier ist der ganze Artikel:
http://www.stern.de/gesundheit/meditation-die-wissenschaft-vom-hier-und-jetzt-3852400.html

 

Auch in vielen Unternehmen ist angekommen, dass Meditation gelassener und leistungsfähiger macht.Norbert Reithofer begann zu meditieren, als die Welt um ihn herum zusammenbrach. “Rundum kracht es, und man steht an der Spitze eines Unternehmens und muss es da durchmanövrieren”, erinnert sich der einstige BMW-Chef an die Weltfinanzkrise 2008/09. Zum Ausgleich richtete er den Blick nach innen.

Meditation und Achtsamkeit kann Menschen zu mehr Empathie verhelfen, muss es aber nicht. Je nach Anwendung kann es den Einzelnen stählen und härter machen. Matthias Weniger, Chef des Instituts für Stressmedizin am Bergmannsheil-Klinikum in Gelsenkirchen, kennt die Ruhelosen und Getriebenen.

Als junger Arzt hat Weniger Station am Krankenhaus des Dalai Lama im indischen Dharamsala gemacht. “Achtsamkeit fördert den klaren Geist, hilft, sich selbst zu fokussieren”, sagt Weniger. Sie soll aber auch das Mitgefühl mit anderen schulen. „Wer Meditation allein nutzen will, um die eigene Leistung zu steigern, gefährdet sich und andere.” Sich selbst setzt er unter zusätzlichen Leistungsdruck – noch besser meditieren, noch gelassener werden, und zwar auf der Stelle.

Artikel aus “Die Welt” von Ina Michler. Hier ist der ganze Artikel:
http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article155961721/Topmanager-verfallen-ploetzlich-dem-Om.html

 

Sich selbst liebevoller und entspannter begegnen

Für mich ist Meditation in erster Linie eine Möglichkeit, einen liebevollen und entspannten Umgang mit mir selbst zu lernen. Es geht eben nicht darum, noch besser zu werden. Sondern mich so wie ich bin, freundlich anzuschauen. Und mir selbst mit tiefer Wertschätzung zu begegnen.

Ich erlebe im Coaching und in meinen Seminaren, was für eine Bereicherung es für Menschen ist, einen Zugang zur Meditation zu finden – auf ihre Art und Weise. Und es ist mir ein Anliegen, zu zeigen, dass es viele Wege und Möglichkeiten damit, damit noch viele Menschen diesen Schatz für sich entdecken können.

In meinem nächsten Blogbeitrag können Sie eine einfache Übung kennenlernen, die die Teilnehmer meiner Meditationskurse für den Einstieg sehr hilfreich fanden.

Welche Erfahrung haben Sie mit Meditation gemacht? Was brauchen Sie, um sie für sich mehr nutzen zu können? Schreiben Sie mir gerne Ihre Gedanken, Anregungen und Wünsche dazu.

Im Februar werde ich einen kostenlosen Online-Kurs zum Thema Meditation anbieten. Wenn Sie Interesse haben, können Sie sich per Mail bei mir anmelden: mail@https://alexandracordes-guth.de

Herzliche Grüße

 

 

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