Schreiben verleiht und magische Kräfte – und ist eine wunderbare Reise zu uns selbst

31 März 2024 | 2 Kommentare

Viele Jahre hat das Schreiben in meinem Leben neben mir geschlummert und auf mich gewartet. Darauf, dass ich bereit bin, dieses Geschenk zu erwecken und mich davon verzaubern und beglücken zu lassen. Aber es hat einige Jahrzehnte gebraucht, bis ich dazu bereit war.

Eine erste Ahnung über die Magie und Freude des Schreibens hat mich in der Schule gestreift. Ein Aufsatz in der fünften Klasse, in dem ich als einzige eine eins bekam. Mit der Beschreibung von einem Tag am Meer. Mit seinem Wind, den Wellen, der salzigen Luft und dem Drachen, der sich losriss und über die Dünen davonflog. Den ich für alle anderen so spürbar aufs Papier brachte, dass es beim Vorlesen mucksmäuschenstill war.

 

Meine Schreibfreude und die lästige Grammatik

Aber die meiste Zeit hatte ich nicht den Mut, die schlafende Kraft des Schreibens aufzuwecken. Weil in meinem Kopf sofort die Sorge auftauchte, dass ich falsche Kommas setze oder die Groß- und Kleinschreibung nicht hinbekomme.

Meine Schreibfreude wurde in der Schule von den vielen Regeln und Bewertungen erstickt. Obwohl ich gute Noten bekam. Aber ich und die Grammatik schlossen keine Freundschaft. Wie ein lästiges Insekt tauchte sie immer wieder auf und verscheuchte die Geschichten, die ich gerne geschrieben hätte.

Aber die Kraft des Schreibens ließ sich nicht aufhalten. Auch nicht durch die Staudämme der Grammatik. Wie ein stetig plätschernder Bach ist sie unaufhaltsam in mein Leben geflossen.

 

Beim Schreiben tauche ich in mich selbst ein

Und sie erwachte immer mehr, als ich anfing, auf meinem Blog zu schreiben. Das war vor 10 Jahren. Ich fing mit einem kleinen Newsletter an. Und dann kam der Blog. Das war ein erster großer Schritt, der mich zu einer Schreibenden gemacht hat.

Ich schrieb über Wertschätzung und Selbstmitgefühl und über unsere Herzintelligenz. Darüber, wie wir zu Glücksfängern werden können, wie wir Frieden mit unseren Eltern machen und unsere Traumata überwinden.

Es kamen immer mehr Themen dazu und sie alle drehten sich um einen Herzenswunsch und ein Ziel: Dass ich Menschen mit meinen Texten dabei unterstützen kann, eine wunderbare Freundschaft mit sich selbst zu beginnen.

In meinen Texten erzähle ich viel von mir selbst, von meinen Lebenswegen und inneren Landschaften.

Und ich habe erlebt, dass genau das andere Menschen berührt und Verbindung schafft. Wenn sie meine Geschichte lesen und in Resonanz damit gehen können. Vielleicht sogar etwas von sich selbst darin wiederfinden.

 

Schreiben als Wanderung zu uns selbst

Oft war das Schreiben ein Ringen mit mir selbst. Denn Schreiben ist nicht immer leicht. Es erfordert manchmal auch den Mut, mit einem unperfekten Text zu leben.

Oder die Disziplin, sich dem Schreiben zu widmen, auch wenn der Kopf und das Herz leer sind – scheinbar. Und sich durch die Ängste und Zweifel hindurchzuschreiben.

Es ist oft wie eine lange Wanderung zu uns selbst. Mit wechselnden inneren Wetterlagen, die in Sekunden von Sonnenschein in Wolken und Regen umschlagen können. Begleitet von Nebelwolken, die in unserem Kopf aufziehen und unsere Gedanken blitzschnell verschlucken.

Es sind steile und mühsame Wege, für die wir Ausdauer brauchen. Und Sackgassen und Umwege, in denen wird den Weg zum Ziel nicht sehen können. Und darauf vertrauen müssen, dass unser Schreib-Ich mit seinen magischen Kräften den Weg wieder finden wird.

 

Die therapeutische Kraft des Schreibens

Ich entdeckte, dass das Schreiben auch im therapeutischen Kontext eine tiefe Wirkung hat. Und machte die Ausbildung zur Schreibtherapeutin.

Das erste Wochenende am Odenwald Institut bei Silke Heimes zeigte mir Wege des Schreibens, die mit Heilung, Selbsterkenntnis und tiefgreifender Veränderung zu tun hatten.

Ich lernte das Schreiben als Brücke zu unserer Intuition kennen. Durch ein Wort, einen Satz oder ein Gedicht öffneten sich Türen der Erinnerung in mir, die für den Verstand verschlossen waren.

Ich erfuhr und begriff, dass das Schreiben wie ein magisches Werkzeug der Erinnerung und der Verwandlung sein kann.

Und seitdem schreibe ich jeden Tag. Schon morgens, wenn ich aufwache, schreibe ich mich in meinen Tag und mein Leben. Ich mache meine Gedanken und Gefühle beim Schreiben sichtbar. Damit gebe ich ihnen Wertschätzung und Liebe.

Und schon beim Schreiben verwandeln sie sich in etwas Neues. So als ob ich auf meiner Wanderung zu mir selbst beim nächsten Schritt wieder ein neuer, unbekannter Ausblick auf mich wartet.

Schreiben ist magisch, noch bevor wir etwas tun, haben wir es bereits getan. Schreibend werden wir uns unserer selbst bewusst und allein dadurch sind wir bereits verändert. Und alles was man sich bewusst macht, kann einen nicht mehr unbewusst beherrschen. Dieser  Prozess kommt einer inneren Neuausrichtung gleich, die bereits in ihnen stattfindet. Sie ist bereits die Wandlung, die sich nun auch im Außen zeigen will.

Liane Dirks

 

Eine magische innere Quelle

Ich habe an Online-Schreibkursen teilgenommen und bin immer tiefer in die Vielfalt des Schreibens eingetaucht. Ich durfte erleben, wie inspirierend und stärkend das Schreiben in einer Gemeinschaft ist.

Und wie beim Vorlesen der eigenen Texte wieder eine neue Schicht sichtbar wird. Und wie die Resonanz und die Wertschätzung der anderen den eigenen Texten Flügel schenkt.

Ich durfte erleben was es heißt, wenn es mich schreibt. Wenn der Verstand zur Ruhe kommt und die Worte einfach wie aus einer magischen inneren Quelle auf das Papier fließen. Eine Quelle, in der die Schreibraft und Schreibmagie schon lange geschlummert hat.

Jetzt ist sie wach und beschenkt mir mit ihrer Fantasie, ihren Worten, ihrer Weisheit. Die mich oft auf meinem Weg weitertragen, weil sie voller Vertrauen und Visionen sind, die mir Kraft geben und mich zuversichtlich stimmen.

Durch meine wunderbaren Erfahrungen wuchs in mir das Bedürfnis, das Schreiben als magisches, heilsames Werkzeugt weiterzugeben.

 

Das Schreiben weitergeben

In der Klinik, in der ich als Therapeutin gearbeitet habe, begleitete ich Schreibgruppen.

Und erlebte, wie sich innere Knoten lösten, Frieden und Versöhnung mit den Schmerzen der Vergangenheit geschlossen werden konnten. Wie bunte Gefühle und Gedanken aus dem Inneren der verletzten Herzen und Seelen herausflossen. Die ihnen Mut und Hoffnung gaben und Zugang zu ihrem unzerstörbaren inneren Kern schenkten.

Ich gab Online-Kurse für heilsames Schreiben. Und erlebte immer wieder, wie Menschen sich beim Schreiben liebevoll und staunend begegneten. Sich berühren ließen von den Geschichten und Texten der anderen Menschen. Tiefe Verbundenheit spürten und sich durch den Austausch und die wertschätzende Energie gestärkt und ermutigt fühlten.

 

Schreiben als tägliche Selbstfürsorge

Wenn ich auf eine einsame Insel fahren würde, müsste ich zuerst Papier und Stift einpacken.

Denn Schreiben ist für mich ein Teil meiner Selbstfürsorge geworden. Beim Schreiben rufe ich mein liebevolles Ich zu mir, meine innere Weisheit. Die so viel weiter sehen kann, als der Verstand.

Ich begegne jüngeren Ichs, die mir ihre Geschichten erzählen. Ich kann beim Schreiben das Leben meiner Eltern aus einer anderen Perspektive sehen und mich trotz aller Enttäuschungen und Verletzungen tief mit ihnen verbunden fühlen.

Und ich gehe beim Schreiben manchmal auch in meine Zukunft und begegne den Versionen von mir, die dort schon auf mich warten.

Für mich ist das regelmäßige Schreiben ein achtsames Innehalten. Das mir die Möglichkeit schenkt. zu reflektieren, wo ich gerade stehe, was mich beschäftigt und was mich berührt.

Eine Selbstcoaching-Methode, dir mir hilft, immer selbst-bewusster zu werden, meine Gedanken zu ordnen und mich auf meine Ziele auszurichten

 

Bücher schreiben 

Ich habe meine ersten Bücher geschrieben. Und hatte durch viele kleine Schreibschritte den Mut, diesen Traum zu verwirklichen.

Es gibt Gute Gedanken für den Tag. Mit Herzensbotschaften für jeden Tag. Die andere Menschen daran erinnern sollen, wie viel Liebe in uns darauf wartet, dass wir ihr die Tür aufmachen.

Gerade schreibe ich ein neues Buch. Über die Glückskindstrategie, die ich in meinen Coachings weitergebe. Ich möchte ein Buch über das Leben meiner Eltern schreiben, die beide Kriegskinder waren.  Und was das auch für mein Leben als Kriegsenkelin bedeutet hat.

 

Schreiben macht unsere Einzigartigkeit sichtbar

In mir ist die Sehnsucht, dass das Schreiben immer mehr Raum bekommt. Weil es mich so beseelt und beflügelt. Mich immer näher zu mir selbst bringt.

Ich möchte Menschen schreibend zusammenbringen. Damit sie ihre eigenen inneren Schätze entdecken und sie mit anderen teilen können.

Damit sie ihre eigenen Geschichten würdigen und wertschätzen und sie beim Schreiben sichtbar machen.

Damit sie immer wieder über sich selbst und ihre magischen Schreibkräfte staunen können.

Sie sollen erleben, wie beim Schreiben Heilung stattfindet. Weil wir uns unsere alten Geschichten beim Schreiben neu erzählen können.

Und entdecken, dass wir uns selbst Halt geben und mit Liebe und Mitgefühl begegnen.

Schreiben ist so vielfältig und vielschichtig, weil es mit uns und unseren Erfahrungen, Gefühlen, unserer persönlichen Wahrnehmung und Weisheit zu tun hat.

Es macht unsere Einzigartigkeit sichtbar. Mit Worten können wir ein großes Gemälde von uns selbst erschaffen.

 

Schreiben ist ein großes Geschenk

Ich möchte gerne Schreibräume und Schreiborte für Menschen schaffen, an denen Gemeinschaft entsteht und sich viele schlummernde Schreibkräfte entfalten.

Ich möchte Menschen zeigen, wie sie das Schreiben näher zu sich selbst führt, dem wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Und welche heilsame Kraft sie dadurch erleben können.

Wie sie durch das Schreiben an innere Orte reisen, die sie vergessen haben und in die sie wieder eintauchen und erfrischt und beseelt von dort aus weitergehen.

Ich durfte schon viele Geschichten hören, die andere Menschen aufgeschrieben und mit mir geteilt haben. Jede von ihnen hat ihren eigenen Klang, ihre eigene Farbe. Und jede hat mich berührt und mir das Geschenk tiefer Verbundenheit gemacht.

Das Schreiben ist für mich ein großes Geschenk. Das sich immer weiter entfaltet. Und ich freue mich darauf, bis zum Ende meines Lebens eine Schreibende zu sein.

 

Hier ist ein Schreibimpuls für dich

Hast du Lust, in dies magische Kraft des Schreibens einzutauchen? Dann habe ich einen Schreibimpuls für dich „Zauberwörter deiner Kindheit“, den du dir hier gleich runterladen kannst.

Ich wünsche dir viel Freude damit. Und dass er dir Lust macht, noch tiefer in die Welt des Schreibens einzutauchen und deine magischen Schreibkräfte aufzuwecken. Hier kannst du dir den Schreibimpuls runterladen.

Die Inspiration zu diesem Blogbeitrag kam von Anna Koschinski und ist Teil ihrer Blogparade „Schreiben über das Schreiben“. 

 

Herzliche Grüße

 

Alexandra

 

Portrait Alexandra Cordes-Guth

Alexandra Cordes-Guth Logo 

Alexandra Cordes-Guth begleitet Menschen mit viel Wertschätzung und Empathie
auf dem Weg ihrer beruflichen und persönlichen Veränderung und Entwicklung.

Und hier habe ich noch ein kostenloses E-Book für dich:

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2 Kommentare

  1. „Die Kraft des Schreibens lässt sich nicht aufhalten.“

    Liebe Alexandra. Ich mag diesen von dir oben geprägten Satz sehr. Er bringt etwas in mir zum Schwingen, das ich so nur bestätigen kann. Ganz herzlichen Dank dafür.

    Edith

  2. Liebe Edith, freut mich sehr, dass dieser Satz etwas in dir ins Schwingen bringt. Wo hast du die Kraft des Schreibens in deinem Leben schon spüren dürfen?
    Liebe Grüße
    Alexandra

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