Unglücklich im Job: Wie innere Prägungen dich beeinflussen

12 Februar 2026 | 0 Kommentare

Viele Menschen geben ihr Bestes – und sind unglücklich in ihrem Job.
Sie denken mit, übernehmen Verantwortung, wollen Sinn stiften – und fühlen sich trotzdem innerlich oft leer, unter Druck oder dauerhaft angespannt.

Sie suchen nach Wegen, endlich glücklich im Job zu sein – und stoßen dabei immer wieder an innere Grenzen, die sie sich nicht erklären können. Oft erleben sie immer wieder die gleiche Geschichte und fragen sich, woran das liegt.

Vielleicht kennst du Gedanken wie:

„Ich müsste doch eigentlich zufrieden sein.“

„Warum zweifle ich so sehr an mir, obwohl ich viel leiste?“

„Warum komme ich im Job nie wirklich zur Ruhe?“

„Ständig vergleiche ich mich mit anderen – und schneide immer schlechter ab.“

„Wieso gebe ich immer mehr, als ich zurückbekomme?“

Wenn du dich hier wiedererkennst, liegt das Problem oft nicht im falschen Job, nicht in fehlender Kompetenz und auch nicht in mangelnder Motivation.

Sehr häufig wirken im Berufsleben alte innere Prägungen, die unseren Selbstwert beeinflussen – und damit auch unser Glück im Job.

 

Warum so viele engagierte Idealisten unglücklich im Job sind

Menschen mit hohen Ansprüchen an sich selbst sind im Job besonders gefährdet, sich zu verlieren. In der Psychologie nennt man sie „Die engagierten Idealisten“.
Sie wollen:

  • gute Arbeit leisten
  • etwas Sinnvolles beitragen
  • Erwartungen erfüllen
  • niemanden enttäuschen

Dabei geraten sie leicht in einen inneren Kreislauf aus:

  • Leistungsdruck
  • Selbstkritik
  • Überverantwortung
  • dem Gefühl, nie genug zu sein

Nach außen wirken sie kompetent und engagiert, selbstsicher und gelassen.
Aber: Innen fühlen sie sich oft unsicher, angespannt oder dauerhaft erschöpft.

Das hat nichts mit persönlichem Versagen oder eigener Unfähigkeit zu tun – sondern mit tief verankerten inneren Mustern.

 

 

Junge Frau im Profil, mit geschlossenen Auen und gefalteten Händen vor dem Mund denkt nach, wie sie sich selbst endlich wertschätzen kann

Warum der Job manchmal alte Wunden triggert

Der Arbeitsplatz ist ein sensibler Raum, in dem es neben den sachlichen Inhalten viel um Beziehungen und Kontakt geht.

Hier begegnen uns Autoritäten, wir erleben Bewertungen, bekommen Feedback und vergleichen uns – all das kann alte emotionale Erfahrungen aktivieren.

Auch das Thema Zugehörigkeit spielt eine große Rolle. Zugehörigkeit ist ein menschliches Grundbedürfnis und wenn es mit den KollegInnen, dem Team schwierig wird und wir uns ausgeschlossen fühlen, löst das tiefe emotionale Prozesse aus.

Plötzlich fühlt sich eine sachliche Kritik existenziell bedrohlich an.
Ein distanzierter Vorgesetzter löst starke innere Reaktionen aus.
Anerkennung wird dringend gebraucht – und reicht trotzdem nie aus.

Der Job wird so zur Bühne für alte innere Themen, die oft weit vor dem Berufsleben entstanden sind.

 

Innere Prägungen, die dein Jobglück beeinflussen

Viele berufliche Schwierigkeiten lassen sich auf frühe innere Prägungen zurückführen, die mit den Eltern im Zusammenhang stehen.

  • Die Vaterwunde – wenn Anerkennung, Orientierung oder emotionale Sicherheit gefehlt haben
  • Die Mutterwunde – wenn emotionale Sicherheit oder eine stabile Bindung von Anfang an gefehlt haben

 

Aus diesen beiden frühen Prägungen enwickeln sich die folgenden Dynamiken

  • Der innere Kritiker – eine verinnerlichte, oft sehr strenge innere Stimme
  • Anerkennungsabhängigkeit – der eigene Wert hängt von Leistung und Lob ab
  • Perfektionismus und Leistungsdruck – Fehler fühlen sich bedrohlich an
  • starke Anpassung und Angst vor Zurückweisung um Anerkennung zu bekommen
  • Projektionen auf Vorgesetzte – alte Beziehungsmuster wiederholen sich im Job

Diese Themen sind oft in den ersten 10 Lebensjahren entstanden und verankert.

Und wenn scheinbar ähnliche Situationen entstehen, werden wir getriggert und mit alten, schmerzlichen Gefühlen konfrontiert. Die oft nicht zugeordnet werden können.

 

Selbstwert im Job: Warum Leistung dich nicht dauerhaft glücklich macht

Viele Menschen versuchen, ihren Selbstwert über den Job zu stabilisieren:
– durch Leistung
– durch Anerkennung
– durch Erfolg
– durch Anpassung und Funktionieren

Doch Selbstwert, der an Leistung gebunden ist, bleibt fragil.
Denn:

  • Anerkennung ist nicht konstant
  • äußere Umstände sind nicht kontrollierbar
  • es gibt immer neue Erwartungen und Anforderungen
  • kein Mensch ist immer gleichbleibend leistungsfähig
  • Äußere Bestätigung kann inneren Mangel auf Dauer nicht ausgleichen

Das führt zu innerer Unsicherheit, Daueranspannung und dem Gefühl, nie wirklich anzukommen – selbst dann nicht, wenn objektiv viel erreicht wurde.

Echtes Jobglück entsteht dort, wo der eigene Wert nicht mehr verhandelt und bewiesen werden muss. Und wo wir uns selbst bedingungslose Wertschätzung entgegenbringen können. 

 

Vater hält Hand des Kindes als Symbol für Krisen im Job und was sie mit der Kindheit zu tun haben.

Die Vaterwunde und ihre Wirkung im Berufsleben

Eine besonders prägende innere Dynamik ist die sogenannte Vaterwunde.
Sie entsteht, wenn ein Kind wenig emotionale Präsenz, Anerkennung oder Sicherheit vom Vater erfahren hat – oder diese an Bedingungen geknüpft war.

Im Berufsleben zeigt sich das häufig durch:

  • starken Leistungsdrang
  • Angst vor Kritik oder Autoritäten
  • Schwierigkeiten, sich sichtbar zu machen
  • anhaltende Selbstzweifel

Viele versuchen im Job das zu bekommen, was früher gefehlt hat – und geraten dabei in eine Endlosschleife aus Anstrengung und innerer Leere.

 

Unglücklich im Job – ein systemischer Blick hilft weiter

In der systemischen Arbeit geht es nicht um die Frage: Wer ist daran schuld?
Es geht um Zusammenhänge und um das Verstehen der Dynamik, die in der Vergangenheit entstanden ist.

Denn nur was uns bewusst ist, können wir ändern.

Im Blick auf  die Vergangenheit wird auch gesehen, dass unsere Eltern Teil eines Systems waren.
Auch sie hatten ihre eigenen Prägungen, Verletzungen und Begrenzungen.

Das macht schmerzhafte Erfahrungen nicht ungeschehen –
aber es ermöglicht, sie einzuordnen, ohne weiter daran gebunden zu bleiben.

Unrecht und Verletzungen, die man als Kind erlebt hat, müssen nicht entschuldigt und vergessen werden.

Aber der Blick auf das Ganze schenkt Abstand und die Möglichkeit, sich im Inneren selbst ein guter Vater und eine gute Mutter zu sein.

Und dem Kiind von damals eine neue Heimat zu geben. Und es liebevoll an die Hand zu nehmen.

Verstehen schafft Abstand.
Und Abstand schafft Wahlfreiheit für neue Wege.

 

Unglücklich im Job – was hilft dagegen?

Anna kam zu mir ins Coaching weil sie die kritischen Gedanken über sich nicht abschalten konnte  – und in einem ständigen Zustand von Erschöpfung lebte.

Sie war erfolgreich, hatte sogar mit Auszeichnung promoviert – aber innerlich abhängig von Rückmeldung.
Ohne Lob wurde sie unsicher. Ihre Gedanken kreisten immer wieder darum, ob sie gut genug ist.

Eine positive Rückmeldung schenkte ihr einen kleinen Glücksmomente und wurde blitzschnell wieder von der lauten Stimme des inneren Kritikers zur Seite geschubst.

Durch der Glückskindstrategie erkannte sie:
Ihr inneres Kind wartete noch immer auf das seltene Lob ihres Vaters.

Es gab nur selten Momente, in denen er ihr sagte, dass er stolz auf sie ist. Er hatte sich selbst aus einer Bauernfamilie hochgearbeitet. Es bis zum Personalchef gebracht.

Sein innerer Kritiker war gnadenlos, gegen sich selbst und auch den eigenen Kindern gegenüber.

Anna verstand, warum ihr Vater sich so verhalten hatte. Und was es für das Kind von damals bedeutete.

Ihr Vater hatte erlebt, dass er nur mit Anstrengung und Härte gegen sich selbst beruflich erfolgreich sein konnte. Das gab er an seine Kinder weiter.
„Hör nie auf, dich anzustrengen. Du musst es alleine schaffen, es hilft dir niemand“: Das waren seine Überzeugungen und Glaubenssätze.

Sie erlebte ihn als Vater, der nicht lobte, weil er dachte, dann hört sie auf, sich anzustrengen. Das Kind in ihr versuchte immer weiter, von ihm gesehen und geschätzt zu werden. Und strengte sich an.

Als ihr das klar wurde, hatte sie Tränen in den Augen. Vor Erleichterung – aber auch aus Trauer über die unerfüllte Beziehung zu ihrem Vater. Der ihr auch heute immer noch mit Kritik begegnete.

Anna ginge neue Wege. Anstatt sich weiter anzustrengen, fing sie an, sich selbst Anerkennung zu geben.
Jeden Tag auf das zu schauen, was ihr gut gelungen war.

Sie lernte, Leistung von Selbstwert zu trennen. Sich selbst grundsätzlich wertzuschätzen.

Heute fühlt sie sich stabil – auch wenn niemand klatscht.
Das ist für sie der Beginn von echtem Jobglück.

 

Die Glückskindstrategie: Wie man das Unglück im Job auflösen kann

Mit der Glückskindstrategie unterstütze ich Menschen dabei, alte innere Prägungen bewusst zu erkennen und neu auszurichten.

Ein „Glückskind“ ist kein Mensch ohne Wunden.
Sondern jemand, der:

  • sich seiner Vergangenheit und Prägungen bewusst ist und Frieden damit schließen kann
  • sich selbst innere Sicherheit geben kann und mitfühlend mit sich umgeht
  • den eigenen Wert nicht mehr beweisen muss, wie er weiß, dass er Wert-voll ist
  • Leistung aus Freude statt aus Mangel erbringt und der Welt sein Geschenk machen will
  • auch im Job bei sich bleibt und auf sich und seine Grenzen achtet

Die Glückskindstrategie verbindet systemisches Verstehen, Selbstreflexion und Selbstmitgefühl –
nicht, um endlos die Vergangenheit zu analysieren, sondern um heute freier und erfüllter zu arbeiten. Und selbst-bewusst zu sein.

Mehr über die Glückskindstrategie kannst du hier lesen: Die Glückskindstrategie Teil 1 – So stärkst du dein Selbstvertrauen

 

 

Glückliche Frau mit Sonnenbrille

Glücklich im Job heißt: bei dir ankommen

Glücklich im Job zu sein bedeutet nicht:

  • immer motiviert zu sein
  • nie an sich zu zweifeln
  • immer alles richtig zu machen
  • keine Konflikte mehr zu haben
  • keine Krisen mehr zu erleben

 

Es bedeutet:

  • dich innerlich sicher zu fühlen
  • deine Fähigkeiten Stärken selbst-bewusst einzusetzen
  • dich nicht ständig beweisen zu müssen
  • deine Grenzen zu kennen
  • deine Arbeit als Ausdruck deiner selbst zu erleben
  • dich verbunden und zugehörig zu fühlen  – aber nicht um jeden Preis

Deine aktuelle Unzufriedenheit und deine Zweilfel sind kein Zeichen, dass etwas mit dir nicht stimmt.
Sondern ein Hinweis darauf, dass ein alter Teil in dir gesehen werden möchte.

Und genau dort beginnt Veränderung.

Wenn du dir Begleitung auf deinem Weg zu mehr Glück im Job und im Leben wünschst, dann buche gerne ein unverbindliches Kennenlerngespräch mit mir.
Herzliche Grüße

 

 

Alexandra

 

Portrait Alexandra Cordes-Guth

Alexandra Cordes-Guth Logo 

Alexandra Cordes-Guth begleitet Menschen mit viel Wertschätzung und Empathie
auf dem Weg ihrer beruflichen und persönlichen Veränderung und Entwicklung.

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