Frieden in uns finden – mit der Kraft des Selbstmitgefühls

04 April 2026 | 0 Kommentare

Frieden beginnt in mir. Das klingt banal – und ist doch eine Herausforderung, an der wir immer weiterwachsen können.

Frieden in uns selbst ist kein Zustand, der dauerhaft sein kann. Er will immer neu gefunden werden. Immer neu erweckt und gepflegt werden. Damit er in unser Leben und in die Welt wachsen kann.

 

Im Frieden mit uns und unserer Geschichte sein

Aber wie geht das, in Frieden mit sich selbst zu leben? Immer wieder Frieden zu finden in Zeiten, in denen die Welt an vielen Orten so gar nicht friedlich ist.

Ich sehe das als Entwicklungsaufgabe für mich selbst. Mit der ich beitragen kann, dass ich immer wieder und immer öfter Energie des Friedens in die Welt trage. Wenn ich mit mir, meinem Sein und meiner Geschichte im Frieden bin.

Als systemische Therapeutin sehe ich oft, dass Menschen mit sich und ihrer Geschichte nicht im Frieden sind. Dass sie jeden Tag gegen sich selbst kämpfen.
Gegen das scheinbar Unperfekte in ihnen, das Mangelhafte, das Zarte und Zerbrechliche.

Gegen das Unrecht, das sie erlebt haben. Gegen die Schmerzen, die ihnen als Kind zugefügt wurden. Gegen die Trauer über das ungelebte Leben.

Sie verlieren sich selbst in diesem Kampf und wissen nicht, wie sie ihn beenden können.

 

 

So kann Frieden wachsen

In uns allen gibt es viele Kriegsschauplätze. Die entstehen, wenn der innere Kritiker gnadenlos verurteilt und bewertet. Kein gutes Haar an uns lässt. Uns zu immer mehr Leistung, Erfolg und Perfektion antreiben will.

Kriegsschauplätze die entstehen, wenn wir die schwachen und verletzlichen Seiten in uns wegoptimieren oder verdrängen wollen.

Die entstehen, wenn wir unsere dunklen Seiten nicht wahrhaben wollen, uns dafür verurteilen.

Frieden in kann wachsen, wenn zuerst einmal alles sein darf wie es ist. Wenn alle unsere inneren Anteile und unsere Gefühle in das Licht des Mitgefühls getaucht werden. Ohne sofort zu denken: Das müsste aber anders sein. So bin ich noch nicht gut genug.

Wie friedlich ist es gerade in dir? Wie mitfühlend gehst du mit dir selbst um?

 

Frieden Raum geben

Diesem Frieden in mir selbst Raum zu geben mit Selbst-Bewusstsein und Mitgefühl. Das ist für mich der erste Schritt, um mit mir und anderen in Frieden leben zu können.

Dafür gibt es hilfreiche Schritte, mit denen ich in meinen Coachings arbeite.

Der erste Schritt ist das Bewusstsein, dass wir verschiedene innere Anteile haben.
Damit eröffnet sich eine Welt, in der wir die Wahl haben, aus welchem Anteil wir auf uns selbst und die Welt schauen.

Dieser Blick entscheidet über Krieg und Frieden, über Gewinner und Verlierer, über Schmerz und Heilung.

Wenn mir als Kind Unrecht zugefügt wurde, kann ich mit dem Blick des hilflosen Opfers auf die Welt schauen oder mit dem Blick des wütenden Kämpfers.

Ich kann aber auch mit dem Blick des weisen, erfahrenen Erwachsenen–Ich auf mich und die Welt schauen. Und so einen heilsamen Abstand zu den Schmerzen der Vergangenheit finden.

Wenn ich im hilflosen Opfer bleibe, sieht die Welt für mich wie ein gnadenloser Ort aus, dem ich  ausgeliefert bin. Und werde begleitet von einem Gefühl der Ohnmacht.

Sehe ich die Welt aus Sicht des wütenden Kämpfers, kann ich die Zeichen des Friedens um mich herum oft nicht erkennen. Bin ständig gewappnet für mögliche Angriffe.

Der weise Erwachsene in uns kann die Zeichen des Friedens in der kriegerischen Welt erkennen.
Er kann gesunde Grenzen setzen und er kann dem Guten vertrauensvoll die Tür öffnen, wenn es auf dem Weg zu ihm ist.

Er hat einen Blick für beide Seiten. Auf den Frieden, der nicht durch gewinnen und verlieren entsteht. Sondern durch Miteinander und Verbundenheit. Durch Liebe, die sich ihren Weg durch die inneren und äußeren Dunkelheiten bahnt. Weil sie die stärkste Kraft in uns und auf der Welt ist.

 

Liebe und Frieden in die Welt tragen

Den Zugang zu dieser inneren Kraft finden wir, wenn wir im Kontakt mit uns sind. Wenn wir uns erlauben zu fühlen, was gerade ist.

Wenn wir uns erlauben die Dunkelheiten zu sehen, die es neben unserem Licht immer wieder geben wird. Und unser Licht in der inneren Dunkelheit leuchten zu lassen.

Dann sind wir verbunden mit unserer Essenz. Unserer Einzigartigkeit, unserem Funken Liebe und Frieden, den wir in die Welt tragen können. 

# Ich darf im Frieden mit mir sein, auch wenn ich gerade traurig und enttäuscht bin, weil meine beruflichen Pläne sich in Luft aufgelöst haben.

# Ich darf im Frieden mit mir sein, wenn ein Teil in mir wütend ist über das respektlose Verhalten einer Kollegin.

# Ich darf im Frieden mit mir sein, wenn eine Freundschaft zerbricht und das Loslassen zutiefst schmerzlich ist.

# Ich darf im Frieden mit mir sein, wenn einen Fehler gemacht habe und mich dafür schäme.

# Ich darf im Frieden mit mir sein, wenn andere auf mich Rücksicht nehmen müssen und sie es nicht immer leicht mit mir haben.

All diese Gefühle und Erfahrungen dürfen eingebettet werden in Mitgefühl und Liebe. Damit wir daran wachsen können. In dem Bewusstsein: Ich bin genau richtig, so wie ich gerade bin. Kein Mensch ist perfekt. Und es gibt immer einen Raum, um weiter zu wachsen.

Genau dort beginnt Frieden. Wenn ich mich frage: Was würde die Liebe dazu sagen? Wie würde sie mir begegnen, wie mich anschauen, wie mit mir sprechen?

Frieden entsteht durch eine innere Haltung des Mitgefühls uns selbst gegenüber. Und durch eine tägliche Praxis, durch die wird diese Haltung immer wieder zu uns und in uns einladen.

 

Frieden durch die Begegnung mit sich selbst

Viele Menschen leben in Unfrieden mit sich selbst und wissen es nicht. Deshalb ist ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstfrieden die Begegnung mit sich selbst. Das Erkennen, wie ich über mich selbst denke, wie ich mit mir selbst umgehe, wie ich mich in mir selbst fühle.

Das alles ist möglich, wenn wir unser weises inneres Erwachsenen-Ich zu uns rufen. Das geht ganz leicht: Indem wir durchatmen, uns spüren und uns sachte die Hand auf die Schulter legen. Um ohne Bewertung und Kritik auf das zu schauen, was gerade ist.

Mehr dazu kannst du in meinem Beitrag lesen: Die Glückskindstrategie Teil 4 – Das Erwachsenen-Ich

 

Schreibimpuls Frieden 

Wenn die Liebe uns begleitet, wird es immer friedlicher in uns.
Du kannst die Stimme der Liebe zu dir durch das intuitive Schreiben einladen. Die Intuition ist die Stimme der Liebe in uns.
Was das intuitive Schreiben ist und wie du damit anfangen kannst, liest du in meinem Blogbeitrag:
Intuitives Schreiben: 5 Schritte, mit denen du sofort loslegen kannst + Meditation

Eine sehr schöne intuitive Schreibübung ist ein Akrostichon. Dafür schreibst du die Buchstaben des Wortes: FRIEDEN alle untereinander. Und schreibst zu jedem Buchstaben ein oder mehrere Worte, die mit dem jeweiligen Anfangsbuchstaben beginnen.

Mein Akrostichon zum Frieden:
Freiheit wartet in mir
Reise zu mir selbst
In Liebe und Mitgefühl baden
Erkennen wo das Licht im Dunkeln leuchtet
Demut vor dem Größeren das ist
Erwachen und endlich losgehen
Neugierig auf das Glück, das kommt

Denk beim Schreiben nicht zu lange nach. Und lies dir dein Akrostichon laut vor, wenn es seinen Weg zu dir gefunden hat. Wenn du magst, dann teile es gerne im Kommentar mit mir.

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade von Lydia Gajewsky #Frieden 2026. HIer geht es zur Blogparade und zu allen Beiträgen, die entstanden sind. 

Ich wünsche dir, dass der Frieden in dir immer größere Kreise zieht. Und die Stimmen der Liebe und des Selbstmitgefühls immer lauter werden dürfen.

Herzliche Grüße

 

Alexandra

 

Portrait Alexandra Cordes-Guth

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